Transportunternehmen : DHL gibt Probleme mit neuem Drehkreuz zu

Bleibt jetzt massenhaft Post liegen, weil die Deutsche-Post-Tochter DHL die Probleme mit ihrem neuen Drehkreuz in Leipzig nicht in den Griff kriegt? Ganz so schlimm ist es nicht, dementiert das Unternehmen.

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DHL-Flugplatz Leipzig/Halle. Bekommt das Unternehmen sein neues Drehkreuz in den Griff? -Foto: ddp

Leipzig/HamburgDie Deutsche-Post-Tochter DHL hat Probleme beim Start ihres neuen Drehkreuzes am Flughafen Leipzig/Halle eingeräumt. "Bei einer Verlegung dieses Ausmaßes gibt es natürlich Anpassungsbedarf", sagte eine Sprecherin. Bislang habe es aber weder große Verspätungen gegeben, noch sei Post liegengeblieben. Die Zeitung "Die Welt" hatte von massiven Verspätungen und mangelhafter Ausbildung des Personals berichtet.

Dabei berief sich das Blatt auf Berichte von Piloten in Internet- Foren, laut denen teilweise nur 50 bis 70 Prozent der geplanten Mengen verladen würden und es Verständigungsprobleme zwischen ausländischen Piloten und dem deutschen Bodenpersonal gebe.

Täglich bis zu 2000 Tonnen Fracht

DHL dementierte Schwierigkeiten dieses Ausmaßes. Es seien lediglich Abläufe zu optimieren. Für die Kunden seien keinerlei Nachteile entstanden. Es lägen keine Beschwerden vor. Bei eigenen Befragungen habe es keine Beschwerden von Piloten gegeben. "Wir befinden uns in der Einschwingphase und haben eingeplant, dass nicht vom ersten Tag alles wie ein Uhrwerk ineinandergreift", sagte die Sprecherin.

DHL hatte Ende März das europäische Drehkreuz von Brüssel nach Leipzig/Halle verlegt. Der Umzug von Belgien nach Deutschland erfolgte, um die Transporte in der Nacht abwickeln zu können. Leipzig/Halle ist damit neben Hongkong und Wilmington (USA) eines von drei zentralen DHL-Drehkreuzen. Täglich starten und landen rund 60 Maschinen, es werden bis zu 2000 Tonnen Fracht umgeschlagen. Der Konzern investierte rund 300 Millionen Euro an dem Standort. Derzeit sind dort etwa 2000 Menschen beschäftigt, bis 2012 sollen es 3500 sein.  (ho/dpa)

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