TRANSRAPID : Ramsauer hofft weiter

Der Transrapid hat nach Auffassung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gute Chancen, zum Exportschlager zu werden. Es gehe etwa um die Verlängerung der Strecke von Schanghai nach Hangzhou. „Wir führen derzeit auch Gespräche mit Brasilien, der Türkei und den USA“, sagte Ramsauer dem „Handelsblatt“. Seit seinem Amtsantritt hat er dafür gekämpft, die Versuchsstrecke im Emsland zu erhalten und nicht wie geplant im Mai abzubauen. Nach langem Zögern hatten die Haushälter fünf Millionen Euro genehmigt – obwohl weder ein Konzept für den Weiterbetrieb, noch eine Zusage der Industrie vorlag, sich an den Kosten zu beteiligen. „Wenn wir die Teststrecke im Emsland abbauen, geht diese Technologie für Deutschland verloren“, sagte Ramsauer. Die Chinesen, die den Zug bereits in Schanghai betreiben, würden das Wissen übernehmen und weiterentwickeln. „Wir dürfen die weltweiten Vermarktungschancen, die wir sehen, nicht verspielen.“ Ramsauer setzt derzeit auf vier Projekte: In Brasilien geht es um eine 550 Kilometer lange Strecke von Campinas nach São Paolo. In Amerika hat der Kongress 90 Millionen Dollar für die Planung von zwei Strecken freigegeben – allerdings bereits vor fünf Jahren. Auch auf die Türkei setzt der Minister. Die Regierung verfolge ein „ambitioniertes Infrastruktur-Investitionsprogramm“, heißt es in der Vorlage weiter. Dort könnten sich „gute Einsatzmöglichkeiten für den Transrapid ergeben“. HB

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