Wirtschaft : Trennung von France Télécom

Ein Jahr nach dem Scheitern ihrer langjährigen Allianz ziehen Deutsche Telekom und France Télécom einen endgültigen Schlussstrich. Wie France Télécom am Dienstag in Paris mitteilte, haben sich beide Unternehmen darauf verständigt, ihre rund zweiprozentige Überkreuzbeteiligung schrittweise bis spätestens 2003 aufzulösen. France Télécom wird ihre 1,8 Prozent an der Deutschen Telekom nach den getroffenen Vereinbarungen zwischen dem 15. Dezember und dem 31. Januar 2001 an die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau übertragen. Der Preis für die Anteile soll sich am Kurswert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bemessen. Zwischen dem 1. Januar 2002 und dem 31. Januar 2003 verfügt France Télécom dann über eine Kaufoption für die zwei Prozent eigener Aktien, die bei der Deutschen Telekom liegen. Der Preis wird sich am dann aktuellen Kurswert bemessen. Nach heutigem Kursniveau stünden der Telekom rund sieben Milliarden Mark zu. Die Überkreuzbeteiligung war 1998 geschaffen worden, um das bereits Anfang der 90er Jahre vereinbarte Bündnis finanziell zu untermauern. Dieses krankte jedoch bis zuletzt an unterschiedlichen Vorstellungen über die Wege zur Erschließung des Telekom-Marktes in Europa.

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