Wirtschaft : Trotz des harten Preiswettbewerbs wird ein Gewinnsprung auf 15 Mill. DM angepeilt

Die Sachsenmilch AG, Leppersdorf, peilt in diesem Jahr bei einem Umsatz von rund 920 Mill. DM einen Gewinn von 15 Mill. DM an. 1998 hatte das Unternehmen mit einem Umsatz von etwa 547 Mill. DM (1997: 258 Mill. DM) sowie einem Jahresüberschuss von rund 19,7 Mill. DM (1997: Verlust in Höhe von 71 000 DM) erhebliche Steigerungen erwirtschaften können. Darauf verwies Vorstandsvorsitzender Thomas Bachofer am Dienstag in Dresden.

Auf Grund des Preisverfalls am Markt sei im ersten Halbjahr 1999 das Ergebnis mit knapp 2,5 Mill. DM enttäuschend ausgefallen, sagte Bachofer. Die Erlöse beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf rund 455 Mill. DM, davon entfielen 92 Mill. DM auf das Auslandsgeschäft.

Der positive Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres resultiere daraus, dass Sachsenmilch zum 1. August 1998 zusätzlich zum eigenen Produktionssortiment die Lohnfertigung von Müller-Produkten in Leppersdorf übernahm. Dafür pachtete das Unternehmen mit derzeit 754 Mitarbeitern das gesamte Milchwerk Leppersdorf von der Großaktionärin Sachsenmilch Anlagen Holding AG. Die Holding, eine nahezu 100-prozentige Tochter der bayerischen Molkerei Alois Müller GmbH & Co, Aretsried, hält rund 85 Prozent der Anteile von Sachsenmilch.

Infolge der Ausweitung des Pachtvertrages habe Sachsenmilch wieder beträchtliche Eigenmittel angesammelt, sagte Bachofer. Das Eigenkapital der bis dahin vermögenslosen Gesellschaft habe Ende Dezember 1998 rund 19,8 Mill. DM betragen. Die Gesellschaft finanziere sich im wesentlichen aus dem laufenden operativen Geschäft.

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