• Trotz eines Umsatzrückganges in Deutschland konnte Henkel sein Ergebnis international leicht verbessern.

Wirtschaft : Trotz eines Umsatzrückganges in Deutschland konnte Henkel sein Ergebnis international leicht verbessern.

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Der Düsseldorfer Waschmittel- und Konsumgüterhersteller Henkel konnte Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten 1999 leicht verbessern. Der Konzernzumsatz stieg bis Ende September 1999 um 2,3 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro (rund 16,4 Milliarden Mark), der Überschuss kletterte um 4,1 Prozent auf 279 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet Henkel mit einem Konzernumsatz von 11,3 Milliarden Euro. "Wir werden beim Jahresüberschuss deutlich zulegen", sagte Hans-Dietrich Winkhaus, Vorsitzender der Henkel Geschäftsführung, am Montag im Henkel-Werk Genthin (Sachsen-Anhalt). Auch eine höhere Dividende stellte Winkhaus den Henkel-Aktionären in Aussicht.

Nach schwachen Geschäften zu Jahresbeginn sei die Entwicklung des dritten Quartals erfreulich, so Henkel. Höhere Zuwachsraten erzielte das Unternehmen vor allem auf dem europäischen Markt, in Nordamerika sowie in Südostasien. In Deutschland musste Henkel einen Umsatzrückgang von 2,9 Prozent hinnehmen. Während die Unternehmensbereiche Klebstoffe, Kosmetik, Waschmittel sowie Hygiene überdurchschnittlich zulegten, ging der Umsatz im Chemiebereich (Cognis) mit 1,2 Prozent zurück. Der Vorstand führt diese Einbußen auf die allgemein schwache Chemiekonjunktur zurück, stellte aber für das vierte Quartal ein Umsatz- und Ertragsplus in Aussicht. Winkhaus kündigte zudem weitere Akquisitionen in Nordamerika und Asien an. In Europa soll bis zum Jahr 2002 eine einheitliche Konzernstruktur geschaffen werden. Ob damit in Deutschland ein Stellenabbau verbunden ist, ließ Winkhaus offen. Zurzeit beschäftigt Henkel weltweit rund 56 700 Mitarbeiter, 15 500 davon in Deutschland.

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