Wirtschaft : Trotz erneuter Ergebnis-Steigerung - die Probleme beim Anlagenbauer schmälerten den Erfolg

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Die Neuausrichtung der Metallgesellschaft (MG) auf Anlagenbau und die Chemie ist nach Angaben von Vorstandschef Kajo Neukirchen nach nur einem halben Jahr "erfolgreich abgeschlossen". Die MG habe gute Wachstums- und Ertragsaussichten. Bereits das abgelaufene Geschäftsjahr, dass am 30. September endete, hat der MG nach Angaben des Vorstandschefs einen weiteren Sprung nach vorne gebracht. Das Ergebnis vor Steuern sei um mehr als zehn Prozent geklettert, sagte Neukirchen am Dienstag in Frankfurt. Das sei die fünfte Ergebnis-Steigerung in Folge. Im Geschäftsjahr 1997/98 hatte die MG einen Vorsteuergewinn von 381 Millionen Mark erzielt.

Das erneut höhere Ergebnis hätte allerdings noch besser ausfallen können, wenn es beim Anlagenbauer Lurgi nicht erhebliche Probleme gegeben hätte, die außerordentliche Aufwendungen nötig machten. "Das Lurgi Ergebnis ist durch falsche und unterbliebene Management-Entscheidungen belastet worden", sagte Neukirchen. Auf die Krise in Südostasien und auf die Liberalisierung des Strommarktes sei zu spät reagiert worden. Neukirchen verwies zudem auf Probleme etwa im Servicebereich von Lurgi. Dort habe eine Einheit bei einem Umsatz von elf Millionen Mark jährlich 1,2 Millionen Mark Verlust eingefahren. Das habe man korrigiert: Bei zehn Millionen Mark Umsatz gebe es jetzt einen Gewinn von einer Million Mark.

Die Probleme treffen auch die Lurgi-Mitarbeiter: Im Zeitraum September 1998 bis September 2000 werden rund 1500 der 7000 Beschäftigten ihren Job verlieren. Dadurch drückt die MG die Kosten um rund 200 Millionen Mark jährlich.

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