Wirtschaft : Tücken und Lücken der Haftpflichtpolice

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Eine Haftpflichtpolice bietet für wenig Geld (ab etwa 50 Euro im Jahr) viel Schutz. Allerdings gibt es in den Verträgen sowohl Lücken als auch Tücken, die der Verbraucher kennen sollte. Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht ...

bei vorsätzlich herbeigeführten Schäden, zum Beispiel durch Graffiti Schmierereien auf Hauswänden.

bei Schäden von Personen, die mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft leben oder im gleichen Vertrag mitversichert sind.

bei Schäden an gemieteten, geliehenen oder gepachteten Sachen. Wer dem Radverleiher also das Rad demoliert zurückbringt, kann den Schaden nicht auf seine Haftpflichtversicherung abwälzen.

An gemieteten Wohnungen sind Sachschäden allerdings meist mitversichert. Die Höhe der Ersatzleistung für solche Schäden wird meist begrenzt. 25 000 Euro sollte eine gute Police mindestens abdecken. Einige sonstige Risiken, wie etwa die Hundehaltung, lassen sich gesondert versichern. Halter von „Kampfhunden“ haben es jedoch schwer – diese Tiere werden meist nicht mehr versichert.

Wer als Geschädigter Ansprüche gegen eine Haftpflichtversicherung hat, sollte auf eine korrekte Entschädigung des Zeitwertes achten. Zeitwert ist der Betrag, den eine Sache noch wert war, als der Schaden passierte. Ist eine Reparatur noch möglich, muss der Versicherer die Ausgaben dafür ersetzen, auch wenn diese höher liegen als der Zeitwert. Bis zu 130 Prozent des Zeitwerts sind drin. Nur, wenn die Reparatur noch teurer wird, darf die Versicherung ablehnen. „Der Geschädigte kann zudem den Ersatz von Auslagen fordern“, sagt Rechtsanwalt Udo Vetter. Reguliert der Außendienstmitarbeiter der Versicherung vor Ort, kann der Geschädigte den Scheck ruhig annehmen. Aber Vorsicht: nie eine Abfindungserklärung unterschreiben. Sonst verliert man die Chance, weitere Forderungen geltend zu machen. kun

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