Wirtschaft : Tui erholt sich von der Krise

Für den Touristikkonzern läuft Wintersaison besser als erwartet

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Hannover (dpa). Der Tourismuskonzern Tui erholt sich trotz andauernder Schwäche des deutschen Marktes zunehmend von der schweren Krise der Reisebranche. Im dritten Quartal habe sich das Touristikgeschäft in der Sommersaison mit 501 (nach 519) Millionen Euro gut behauptet, teilte die Tui am Donnerstag in Hannover mit. Der Sommer glich die Schwächen der Vormonate aber nicht aus. Seit Januar stürzte das Ergebnis des Kerngeschäfts Touristik um 40 Prozent auf 302 Millionen Euro. Es hat sich damit im Vergleich zu 2001 exakt halbiert.

Der Vorstandsvorsitzende Michael Frenzel sagte, die Tui habe ihr selbst gestecktes Ziel für das dritte Quartal von einer halben Milliarde Euro erreicht. „Das Ergebnis bestätigt das Geschäftsmodell eines integrierten Tourismuskonzerns.“ In den Märkten kehre das Verbrauchervertrauen zurück, und die Nachfrage nehme weiter zu. Im dritten Quartal habe sich das Geschäft im Kernmarkt Deutschland auf Grund vieler spät buchender Kunden zwar verbessert. Das Geschäftsvolumen habe aber „zum Teil deutlich“ unter dem des Vorjahres gelegen.

Im Wintergeschäft liegt die Zunahme derzeit bei den gebuchten Umsätzen konzernweit bei 6,2 Prozent. Auch wegen dieser guten Zahlen erwartet Tui in ihrem Kerngeschäft für das vierte Quartal 2003 ein besseres Ergebnis als im Vorjahr.

Bis Ende September stieg im Konzern das Ergebnis der Sparten vor Steuern und Firmenwertabschreibungen wegen des Verkaufs von Energie-Beteiligungen um 423 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro. Im dritten Quartal lag das Ergebnis der Sparten konzernweit bei 504 (509) Millionen Euro.

Der Umsatz des Konzerns mit weltweit rund 75000 Beschäftigten sank in den ersten neun Monaten um fünf Prozent auf rund 15,4 Milliarden Euro. Der Umsatz der Touristiksparte stieg leicht um drei Prozent auf 10,2 Milliarden Euro.

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