Übenahmegespräche : Neue Kontakte zwischen Yahoo und Microsoft

Microsoft will mit Hilfe von Yahoo der Suchmaschine Google im Internet Konkurrenz machen. Im vergangenen Jahr ist der Übernahmedeal an dem ehemaligen Yahoo-Chef Jerry Yang gescheitert. Frisch im Amt trifft sich die neue Yahoo-Chefin Carol Bartz prompt mit dem Microsoft-Geschäftsführer Steve Ballmer.

Carol Bartz
Carol Bartz ist Chefin des Internet-Konzerns Yahoo. -Foto: dpa

New YorkFast ein Jahr nach dem ersten Anlauf von Microsoft für eine Übernahme des Internet-Konzerns Yahoo gibt es neue Kontakte auf hoher Ebene zwischen den beiden Unternehmen. Die "New York Times" berichtete am Samstag von einem Treffen von Microsoft-Chef Steve Ballmer mit dem Vorsitzenden des Yahoo- Verwaltungsrates, Roy Bostock. Auch die gerade erst ernannte neue Yahoo-Chefin Carol Bartz habe sich mit Ballmer getroffen. Konkrete Bewegung in Richtung eines möglichen Deals kündige sich jedoch nicht an: An den Gesprächen seien keine Investmentbanker beteiligt gewesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Microsoft hatte Yahoo im vergangenen Jahr eine Übernahme für mehr als 40 Milliarden Dollar angeboten. Der damals von Mitbegründer Jerry Yang geführte Internet-Konzern lehnte den Preis jedoch als zu niedrig ab. Nachdem Microsoft den Übernahmeangriff schließlich aufgab, brach die Yahoo-Aktie massiv ein und das erzürnte die Aktionäre. Zuletzt zeigte sich Microsoft höchstens bereit, das Yahoo-Geschäft mit Anzeigen im Umfeld der Ergebnisse von Internet-Suchanfragen zu übernehmen. Der Windows-Konzern hofft, dadurch in diesem lukrativen Segment etwas zum unangefochtenen Marktführer Google aufzuschließen.

Bei Yahoo steht ein Verkauf des Suchanzeigen-Bereichs angesichts der aktuellen geschäftlichen Probleme zwar zur Debatte. Es wird aber auch befürchtet, dass der Konzern damit eine zu wichtige Einnahmequelle verlieren könnte. Die neue Yahoo-Chefin kündigte an,  einen Verkauf des Geschäftsbereichs gründlich zu prüfen. Allerdings soll sie vor Mitarbeitern gesagt haben, vom "Bauchgefühl" her sei sie dagegen. (ml/dpa)

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