Wirtschaft : Über die Zukunft des Hauses Springer wird wild spekuliert

BERLIN (Tsp).Springer Großaktionär Leo Kirch gerät durch die Untersagung der Pay-TV-Allianz mit der Bertelsmann Tochter CLT-Ufa durch die Europäische Kommission finanziell unter Druck.Die Spekulationen schießen ins Kraut.

Angeblich soll die Deutsche Bank bereit sein die Grundfinanzierung der Kirch-Gruppe zu übernehmen.Das Kreditvolumen der Gruppe bei der Berliner Bank in Höhe von 1 Mrd.DM soll abgelöst werden.Dieses ist mit dem Anteil von Bertelsmann an Springer (40,05 Prozent) verbürgt.Die Springer-Aktien könnten also einen neuen Besitzer finden.Die beiden Banken wollten zu den Spekulationen nicht Stellung nehmen.Unisono erklärten Sprecher von Berliner Bank und Deutscher Bank, man äußere sich in der Öffentlichkeit nicht zu Kundenbeziehungen, dies verbiete schon das Bankgeheimnis.

Als Käufer wird in Fachkreisen der britische Großverleger Rupert Murdoch genannt.Allerdings ist auch ein Aktienrückkauf durch den Springer-Konzern im Gespräch.Der Börsenwert des Pakets von Kirch liegt bei rund 2 Mrd.DM.

Und auch bei Springer wird heftig spekuliert.Angeblich soll Springer-Chef August Fischer ein Interesse an der britischen Mirror Group, die unter anderem den "Daily Mirror" herausgibt, haben.Die Übernahme würde rund 3,4 Mrd.DM kosten.Es gibt zwar noch kein Kaufangebot, aber offiziell bestätigt wurde, daß geprüft wird.Dem Kauf würde Leo Kirch wohl auf keinen Fall zustimmen und auch Friede Springer, die Witwe des verstobenen Verlegers, die immerhin 50 Prozent plus 1 Aktie hält, würde ein klares Nein sagen.So sehen es jedenfalls die Beobachter.

Der Daily Mirror ist die zweitgrößte britische Boulevardzeitung, erscheint sieben Mal in der Woche und hat eine Auflage von rund 2,2 Mill.Exemplaren.Er ist stark anti-deutsch geprägt.Deutsche sind Hunnen, ist die Meinung die das Blatt verbreitet.

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