Wirtschaft : Über Oskar Lafontaines Rücktritt freuten sich die Börsianer (und Buchhändler)

jhw

Der Ausflug des Oskar Lafontaine (SPD) ins Bundeskabinett dauerte nur ein paar Monate. Am 12. März zog der Saarländer sich aus der Politik zurück, und sein Programm der "Lafontainomics" (Wall Street Journal) verschwand in einer dunklen Schublade. Sein Nachfolger als Bundesfinanzminister, der spröde Hans Eichel (SPD), will lieber sparen, anstatt immer noch mehr Geld auszugeben. Genau das plante Lafontaine - mit dem Verweis auf die schwächelnde Konjunktur. Die Staatskasse sollte die Wirtschaft ankurbeln. Überdies drängte Lafontaine die Deutsche Bundesbank und die Europäische Zentralbank, das Geld billiger zu machen. Seine Chefökonomin war die Diplom-Volkswirtin Christa Müller, seine Frau und die Mutter von Sohn Carl-Maurice. Der Zwei-Jährige steckte nach Lafontaines Rücktritt allen die Zunge heraus. Freuen taten sich derweil die Börsianer: Seit dem 12. März legte der Deutsche Aktien-Index Dax um beinahe 40 Prozent zu. Auch der Econ Verlag jubiliert: Lafontaines 39 Mark 90 teure Abrechnung mit der Politik, "Das Herz schlägt links", steht auf den Bestsellerlisten ganz oben.

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