Wirtschaft : Übernahme: Die Investmentbank Wasserstein Perella

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Wasserstein Perella ist eine New Yorker Investmentbank, die im Mergers & Akquisitions-Geschäft (M&A, Fusionen und Übernahmen) in den USA über eine starke Marktposition verfügt. Im ersten Halbjahr 2000 war sie dort an 15 M&A-Transaktionen als Berater beteiligt. Damit gehört sie zwar eher zu den kleineren, aber dennoch feinen Investment häusern. Da einige große Klienten dabei sind, kommt ein addiertes Transaktionsvolumen von rund 224 Milliarden Dollar zusammen - womit die Investmentbank auf Platz fünf in den USA rangiert. Wasserstein Perella konzentriert sich besonders auf Kunden aus dem Fortune-200-Kreis (die 200 größten US-Firmen) und auf ausgewählte junge Wachstumsfirmen. Unter anderem berät die Bank den Medienkonzern Time Warner bei der geplanten Fusion mit dem Internetdienstleister AOL und die UBS bei der Übernahme des US-Brokers Paine Webber. Auf ihrer Kundenliste stehen beispielsweise auch Namen wie Voicestream, BP und BASF.

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 550 Mitarbeiter in sechs Büros in den USA und an Finanzplätzen in Europa. Mit dem Erwerb von Wasserstein Perella würden die Investment Banking-Aktivitäten von Dresdner Kleinwort Benson insbesondere im Bereich des Merger & Akquisition-Beratungsgeschäftes nachhaltig gestärkt. Das Unternehmen bietet neben der Beratung bei Fusionen und Übernahmen auch andere Finanzdienstleistungen wie beispielsweise die Vermögensverwaltung für Unternehmen und hat auch ein Standbein im Beteiligungsgeschäft.

Gegründet wurde die Investmentbank 1988 von den Fusions- und Übernahmeexperten Bruce Wasserstein und Joseph Perella. Zuvor hatten die beiden Banker die damalige First Boston Corp geleitet, die mittlerweile zur Schweizer Bank Credit Suisse gehört. Joseph Perella wechselte 1993 zum Investmenthaus Morgan Stanley.

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