Wirtschaft : Übernahme durch Großmann sichert Stahlstandort Oberpfalz

Die 1500 Beschäftigten des in Konkurs geratenen Oberpfälzer Stahl- und Rohrwerks Maxhütte können aufatmen. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sagte am Donnerstag in Bamberg, der Stahlstandort Oberpfalz sei auf Jahre gesichert. Zuvor hatten sich Stoiber, der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) und der Stahlunternehmer Max Aicher auf eine Lösung verständigt, die den Weg für das Übernahme-Konzept des niedersächsischen Stahlunternehmers Jürgen Großmann frei macht.

Wie die Staatskanzlei in München mitteilte, sieht das Konzept eine Übernahme des Stahlwerks und des Rohrwerks durch die Georgsmarienhütte von Großmann vor. Zudem soll das Stahlwerk umgestellt werden auf eine Hochofen- und Elektro-Ofen-Technologie. Stoiber sagte nach einer Kabinettsitzung, er sei sehr dankbar, dass es gelungen sei, die "verhakte Situation" aufzulösen. Die 50 000 Unterschriften zur Erhaltung der Maxhütte, die ihm kürzlich übergeben wurden, hätten ihn noch einmal motiviert, eine Lösung zu finden. Stoiber fügte hinzu: "Es muss ein neuer Trainer her, der das Vertrauen der Belegschaft hat. Das hat Herr Großmann."

Die weiteren Verhandlungen zur Klärung der Details der Übernahme soll der Konkursverwalter zügig abwickeln. Die Forderungen von Aicher gegenüber der Maxhütte sollen den Angaben zufolge mit einem "angemessenen Betrag" abgefunden werden. Seit 1998 sind Stahlwerk und Rohrwerk der Maxhütte in Konkurs. Bisher hatte Aicher eine Übernahme von Großmann abgelehnt.

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