Übernahme : Lufthansa will sich an Austrian Airlines beteiligen

Jetzt ist es offiziell: Lufthansa will den österreichischen Konkurrenten AUA haben. Im Bieterstreit wird sich die deutsche Airline allerdings gegen internationale Wettbewerber behaupten müssen. Österreich will die Fluglinie überdies nicht ganz aus der Hand geben.

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Kämpft mit finanziellen Problemen: Austrian Airlines. -Foto: Promo

Frankfurt/MainLufthansa steigt in den Bieterwettstreit um die angeschlagene österreichische Fluglinie Austrian Airlines (AUA) ein. Die größte deutsche Fluggesellschaft habe offiziell ihr Interesse an einem Einstieg bekundet, sagte ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt am Main. Die Kaufinteressenten hatten bis Sonntagnacht Zeit, die Verkaufsunterlagen bei der US-Investmentbank Merrill Lynch anzufordern.

Die AUA war, wie viele andere Fluggesellschaften weltweit, unter anderem wegen der gestiegenen Kerosinpreise in Bedrängnis geraten. Erst vor knapp zwei Wochen hatte die österreichische Staatsregierung den Weg für die vollständige Privatisierung der Airline freigemacht. Lufthansa hat Branchenkreisen gute Aussichten im Bieterwettbewerb. Als weitere potenzielle Käufer gelten die französisch-niederländische Fluglinie Air France-KLM, Air China und die russische Aeroflot.

Der Privatisierungsplan der Wiener Regierung sieht vor, dass eine Sperrminorität von 25 Prozent der AUA-Anteile in österreichischer Hand bleibt. Sollte es keine einheimischen Interessenten geben, würde die staatliche Holding ÖIAG ein Viertel der Anteile behalten. Bisher hält sie 42,74 Prozent. Die AUA ist hoch verschuldet. Im ersten Halbjahr fuhr der Konzern trotz eines Sanierungsplans einen Fehlbetrag von 48,7 Millionen Euro ein. (sf/AFP)

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