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Übernahme von Opel : Peugeot-Chef bereit für Treffen mit Merkel

Angesichts des sich anbahnenden Verkaufs von Opel an Peugeot suchen die Franzosen ein schnelles Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Würde eine Übernahme Arbeitsplätze in Deutschland bedrohen?

Das Logo von Opel.
Das Logo von Opel.Foto: dpa

Angesichts der möglichen Übernahme des Autoherstellers Opel ist PSA-Chef Carlos Tavares bereit, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Gewerkschaften zu treffen. Das bestätigte ein Sprecher von PSA Peugeot Citroën der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Paris.

Es gehe dem PSA-Chef um eine Öffnung und ein Bündnis. Zuvor hatte die Tageszeitung „Bild“ unter Berufung auf PSA-Kreise berichtet, dass der französische Kaufinteressent auf einen schnellen Austausch mit Merkel und den deutschen Arbeitnehmervertretern setze. Bei Opel stehen Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer bei einer möglichen Übernahme durch PSA tausende Jobs auf dem Spiel. PSA hatte am Dienstag bestätigt, die Übernahme von Opel zu prüfen.

Früherer Opel-Betriebsratschef fürchtet Arbeitsplatzabbau

Der frühere Opel-Betriebsratschef Klaus Franz erwartet, dass die mögliche Übernahme von Opel durch die französische PSA-Gruppe (Peugeot Citroën, DS) vor allem Arbeitsplätze in Deutschland bedrohen könnte. „Wenn die PSA-Gruppe Opel tatsächlich übernimmt, dann sind das Montagewerk in Eisenach und das Motorenwerk in Kaiserslautern extrem gefährdet“, sagt Franz im Gespräch mit "Die Zeit". Fast 4000 Arbeitsplätze stünden allein dort auf dem Spiel. „Mir blutet das Herz“, sagt Franz

Insgesamt beschäftigt Opel samt Schwestermarke Vauxhall in Europa 35 600 Mitarbeiter. (dpa, tsp)

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