Wirtschaft : Überschuss: Über acht Milliarden Euro für den Bund

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Die Bundesbank hat dem Bund am Mittwoch für das Jahr 2000 ihren vollständigen Gewinn in Höhe von 8,353 Milliarden Euro - umgerechnet rund 16 Milliarden Mark - überwiesen. Dies ist der dritthöchste Überschuss überhaupt. Dies gab Bundesbank-Präsident Ernst Welteke am Mittwoch bekannt. 3,6 Milliarden Euro fließen in den Bundeshalt, der Rest dient der Schuldentilgung des Erblastentilgungsfonds, in dem der Bund die Verbindlichkeiten der früheren DDR zusammengefasst hat.

Die Konjunkturrisiken hätten zugenommen, sagte Welteke. Das Wachstum werde deutlich niedriger ausfallen, ergänzte Remsperger. "Und deutlich niedriger heißt nicht nur ein oder zwei Zehntel." Die Auswirkung der Abschwächung in den USA auf Europa dürften nicht unterschätzt werden. Eine Zinssenkung durch die EZB stellte Welteke nicht in Aussicht. Sie werde ihre abwartende Haltung vorerst beibehalten. Zwar seien die Preisrisiken geringer geworden, aber die indirekten Effekte des Ölpreisanstiegs und möglicherweise auch der BSE-Krise seien noch nicht ausgestanden. Nach Angaben von Welteke ist der Rationalisierungsprozess bei der Bundesbank im vergangenen Jahr weitergegangen. 16 Filialen seien geschlossen worden. Die Zahl der Mitarbeiter sei mit rund 16 000 allerdings konstant geblieben. "Allein die Verkleinerung des Bundesbank-Direktoriums von acht auf sechs Personen hat zu beträchtlichen Einsparungen geführt." Die Bundesländer forderte Welteke auf, endlich den Weg für die mit der Einführung des Euro verbundenen Reform der Bundesbank freizumachen.

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