Wirtschaft : Überschuss wurde durch das Holzmann-Desaster stark gedrückt

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Die Holzmann-Pleite und ein offenbar erheblicher Korrekturbedarf für Immobilienprojekte in Ostdeutschland haben im vergangenen Jahr das Ergebnis der BHF Bank um 14 Prozent 194 Millionen Euro gedrückt. Der Jahresüberschuss lag vor allem aufgrund der um 60 Prozent höheren Risikovorsorge mit 151 Millionen Euro rund 18 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Für das laufende Jahr erwartet der neue Vorstandssprecher Peter Gloystein unter anderem wegen der "erheblich besseren Risikosituation" einen kräftigen Gewinnanstieg. Schon in den ersten beiden Monaten hätten die operativen Ergebnisse weit über den Vorjahreszahlen gelegen.

Allein für die Probleme bei Holzmann musste die BHF Bank Wertberichtigungen in Höhe von 40 Millionen Euro bilden. Für Immobilienobjekte in Ostdeutschland und für ein Tochter-Unternehmen in New York musste die Bank, die mittlerweile zu 97 Prozent zum niederländischen Finanzkonzern ING gehört, weitere 53 Millionen Euro zurückstellen. Insgesamt erhöhte sich die Risikovorsorge der BHF Bank von 157 auf 250 Millionen Euro.

Mit allen anderen Geschäftsfeldern ist der neue Vorstandssprecher allerdings zufrieden. Er sieht die BHF Bank zudem mit den Bereichen Vermögensverwaltung, der Betreuung von Unternehmen (Corporate Banking), dem Segment Finanzmärkte und dem Private Banking richtig aufgestellt. "Wir beobachten mit gewissem Vergnügen, dass andere größere Häuser in Frankfurt jetzt auch diesen Weg gehen." Besonders erfreulich ist nach Ansicht von Gloystein, dass der Verwaltungsaufwand kaum gestiegen ist.

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