Ufo spricht von "Provokation" : Bei Eurowings drohen neue Streiks

Die Gewerkschaft Ufo und die Billig-Airline Eurowings haben sich im Tarifstreit nicht angenähert. Für den Fall hatten die Flugbegleiter mit neuen Streiks gedroht.

Informationstafel von Eurowings und Germanwings am Flughafen in Hamburg.
Informationstafel von Eurowings und Germanwings am Flughafen in Hamburg.Foto: AFP/Hans-Jürgen Ehlers

Ein Treffen zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und den Lufthansa-Billigtöchtern Eurowings und Germanwings am Sonntagabend hat nach Angaben des Unternehmens keine Annäherung gebracht. Die Gewerkschaft habe das Angebot von Eurowings, die offenen Tarifvertragsthemen durch eine Schlichtung zu klären, "erneut nicht angenommen", teilte Jörg Beißel, Geschäftsführer Personal der Eurowings, mit.

Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies zeigte sich überrascht von der Stellungnahme des Unternehmens. Diese sei eine "Provokation" und "sachlich falsch", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Beißel kritisierte, Ufo wolle offenbar weder eine Lösung auf dem Verhandlungsweg noch eine Lösung über eine Schlichtung erreichen.

Diese Vermutung wies Baublies zurück. "Wir sind extrem überrascht", sagte er AFP. Zwar hätten sich beide Seiten am Sonntagabend nicht einigen können, Ufo habe aber angekündigt, einen Vorschlag für die Schlichtung zu formulieren. Nun würden die Gremien der Gewerkschaft über die "sehr deutliche" Pressemitteilung des Unternehmens beraten.

Flugbegleiter hatten neue Streiks bereits angedroht

Die Flugbegleiter von Eurowings und Germanwings hatten am Donnerstag ihre Arbeit niedergelegt und bereits mit zwei weiteren Streiktagen in der kommenden Woche gedroht, falls es keine Einigung gebe. Von dem Streik an mehreren deutschen Flughäfen waren 40.000 Passagiere betroffen. Zu möglichen neuen Streiks wollte sich Baublies nicht äußern.

Mit Blick auf den Konflikt um einen Teilzeit-Tarifvertrag bei Germanwings forderte Beißel die Gewerkschaft auf, schnellstmöglich einen Verhandlungstermin zu bestätigen. Ihr seien mehrere Terminvorschläge übermittelt worden.

In dem Tarifstreit bei Eurowings geht es um die Gehälter und die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter. Bei Germanwings geht es um Teilzeitregelungen für die Kabinenmitarbeiter. (AFP)

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