Wirtschaft : Ulla Schmidt wirbt für Riester

Das Interesse an der privaten Altersvorsorge ist noch gering

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Die private RiesterRente stößt bislang auf relativ geringes Interesse. Von den rund 30 Millionen Arbeitnehmern, die Anspruch auf eine staatliche Förderung zur Riester-Rente hätten, werden nach Schätzungen des Sozialministeriums zum Jahresende gerade mal vier Millionen einen Vertrag abgeschlossen haben. Ministerin Ulla Schmidt (SPD) fordert daher die Deutschen auf, sich stärker mit ihrer Alterssicherung zu beschäftigen. Vor allem Frauen sollten darüber nachdenken. Möglichst noch in diesem Jahr, um die Förderung 2002 nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

Bislang lägen keine Zahlen darüber vor, wie viele Arbeitnehmer Riester-Verträge über die Betriebsrenten abgeschlossen haben. Sicher sei, dass rund 75 Prozent aller Unternehmen in Tarifgemeinschaften bereits Betriebsrenten mit Riester-Förderung anbieten.

Bedenken wegen der beklagten bürokratischen Hindernisse des kapitalgedeckten Rentensystems habe sie nicht, sagte Schmidt. Und wenn solche auftreten sollten, dann werde sie für deren Beseitigung sorgen. Eine vorgezogene Prüfung des Gesetzes vor dem Jahr 2005 lehnte sie ab. Auch die Einführung einer Pflicht-Zusatzversicherung sei kein Thema. Die Entwicklung der Riester-Verträge stimme sie positiv, dass in acht Jahren rund 30 Millionen Menschen private Zusatzvorsorge betreiben würden. Furcht vor amerikanischen Zuständen, wo Pensionsfonds wegen der Börsensituation das eingezahlte Kapital nicht ausgeben könnten, müsse niemand haben, sagte Schmidt. „Am Verbraucherschutz werde ich nicht rütteln.“ asi

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