Wirtschaft : Umsatz im deutschen Buchmarkt legte 1998 um 1,6 Prozent zu

FRANKFURT (MAIN) (sil/AP). Der Umsatz im deutschen Buchmarkt ist im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent gestiegen. Mit Buchverkäufen sowie dem Vertrieb von Fach- und wissenschaftlichen Zeitschriften wurde ein Gesamterlös von 17,8 Mrd. DM erzielt. Das gab der Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Roland Ulmer, am Dienstag in Frankfurt (Main) bekannt. Nach einem starken Anstieg um 8,9 Prozent im Jahre 1997 stagnierte die Zahl der Neuerscheinungen in Deutschland 1998 mit einem Plus von 0,2 Prozent beinahe und lag bei 78 042 Titeln.Zu einer wichtigen Einnahmequelle hat sich nach Angaben von Ulmer das Internet entwickelt. Beim Umsatz deutscher Anbieter mit Buchbestellungen über das weltweite Datennetz sei für das Jahr 1999 eine Steigerung um 100 Prozent auf 120 Mill. DM zu erwarten.Weiterhin gehe der Trend zum Taschenbuch. Verkaufsstellen wie Supermärkte und Kioske erlitten Umsatzeinbußen von rund zwei Prozent, Hauptabsatzmarkt bleibt nach wie vor der Sortimentsbuchhandel. Bei Fachbüchern wuchs der Umsatz 1998 um 2,5 Prozent auf 35,1 Prozent des Gesamtmarkts, während er bei der allgemeinen Literatur nur leicht um 0,4 Prozent auf 54,6 Prozent des gesamten Markts zunahm. Der Umsatz mit Restauflagen (modernes Antiquariat) legte überproportional um 5,2 Prozent auf einen Anteil von 6,8 Prozent am Gesamtbuchmarkt zu.Der Buchmarkt befinde sich in einer Aufbruchstimmung, sagt Ulmer. Die Branche rechne für das nächste Halbjahr mit einer realtiv günstigen Entwicklung und einem Umsatzplus für 1999 in Höhe von ein bis zwei Prozent. Grund für den Optimismus sei unter anderem, daß der Börsenverein zuversichtlich sei, bis Ende 1999 mit der EU-Kommission zu einer positiven Lösung bei der Buchpreisbindung zu kommen. Die nationale Preisbindung werde bleiben, so Ulmer.

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