Wirtschaft : Umsatz soll stark wachsen - Vorstand setzt dabei auf Lizenzgeschäfte

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Die Aschheimer Escada AG will vom fast reinen Damenmodehersteller zu einer globalen Industriemarke avancieren. Hoffnungen setzt das Management um Vorstandschef und Hauptaktionär Wolfgang Ley dabei auf Kosmetik, Lizenzprodukte wie Uhren und Schmuck, einen anhaltenden Aufschwung der Zweitmarke Laurel und jüngere Kundschaft, erklärte der Vorstand zur Bilanzvorlage in Aschheim bei München.

Allein die Hauptmarke Escada soll binnen vier Jahren gut eine halbe Milliarde Mark mehr umsetzen und 92 Millionen Mark mehr Gewinn machen. Im Vorjahr konnte der Hersteller hochpreisiger Mode bereinigt um den Verkauf einer Tochterfirma den Konzernerlös nur um 3,5 Prozent auf 1,45 Milliarden DM steigern. Dabei wuchs der Jahresüberschuss um knapp ein Fünftel auf 49 Millionen DM, wobei der Konzern wegen Verlustvorträgen letztmals keine Steuern mehr zahlen musste. Für 1999/2000 rechnet Escada mit einem gut zehnprozentigen Umsatzplus und über 30 Millionen Mark Jahresüberschuss.

Den Versuch, abseits von Mode bedeutende Umsätze zu erzielen, hat der Vorstand in den letzten Jahren mehrmals unternommen. Nun werde endgültig durchgestartet, sagte Ley. Mit Brillen sei 1999 das Lizenzgeschäft begonnen worden, Dessous und Schmuck sollen folgen. In der Sparte Beauté verkaufe Escada demnächst nicht nur Parfum sondern auch Kosmetik.

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