Umsatzrückgang : Stellenabbau bei der Bahn möglich

Aufgrund von Umsatz- und Gewinnrückgang will die Bahn weiter sparen. Probates Mittel aus Sicht der Bahnführung: Arbeitskräfteabbau.

DüsseldorfDer Deutschen Bahn steht eine harte Konfrontation mit den Gewerkschaften bevor. Eine Verlängerung des Beschäftigungsbündnisses, das bis 2010 betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, steht angesichts umfangreicher Sparmaßnahmen auf der Kippe. Mit dem am Mittwoch vom Aufsichtsrat beschlossenen Sparprogramm will der neue Chef Rüdiger Grube binnen fünf Jahren zwei Milliarden Euro sparen. Zu den zentralen Schritten gehört eine Neuordnung des Schienengüterverkehrs. Hier seien Strukturveränderungen vorgesehen, die einen Personalabbau forderten, heißt es im Konzern. Einer der wesentlichen Schritte ist die Zusammenlegung von Ganzzug- und Einzelwagenverkehr. Zweiter Schwerpunkt ist die umsatzstarke Regionalverkehrssparte DB Regio. „Ein Weiter-So kann es nicht geben, wir müssen das Haus Regio neu bauen“, erklärte der neue Spartenchef Frank Sennhenn.

Der Chef der Bahner-Gewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, warnte bereits vor einem Stellenabbau. „Wir erwarten, dass die Ziele mit strukturellen Maßnahmen erreicht werden. Beim Personal sind wir an der Schmerzgrenze angelangt.“ In den ersten fünf Monaten hat die Bahn nach inoffiziellen Angaben einen Umsatzrückgang von 13,6 auf 11,9 Milliarden Euro verkraften müssen. Das operative Ergebnis sei um fast 60 Prozent zurück gegangen. 2008 hatte der Konzern bei 33,5 Milliarden Euro Umsatz 2,5 Milliarden verdient. (ek/HB)

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