Wirtschaft : Umsatzsteigerung: Hohe Öl- und Gaspreise verhelfen BASF zu guten Zahlen

Die hohen Öl- und Gaspreise feuern beim Chemiekonzern BASF weiterhin Umsatz und Gewinne an. Wie BASF-Vorstandschef Jürgen Strube am Donnerstag auf der Hauptversammlung der Aktionäre in Mannheim berichtete, kletterte der Umsatz im ersten Quartal 2001 um 9,7 Prozent auf 9,289 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres allerdings nur um 4,2 Prozent auf 962 Millionen Euro. Strube gab sich dennoch zuversichtlich, sein Ziel eines Gewinnwachstums von durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr bis einschließlich 2002 zu erreichen. "Auf Grund unserer weltweiten Aufstellung und unseres neuausgerichteten Portfolios rechnen wir damit, dass das operative Ergebnis im zweiten Quartal ansteigt", sagte Strube. Das Unternehmen erwarte vor allem durch sinkende Rohstoffpreise Kostenentlastungen.

Nicht berücksichtigt in den Gewinnzahlen sind Sondereinflüsse wie Ausgaben von 173 Millionen Euro für die Schließung von Produktionsstandorten in USA und die mehr als sechs Milliarden Euro, die BASF im März beim Verkauf seines Pharmageschäfts an den US-Konzern Abbott einnahm. Nach Strubes Worten konnte der Konzern weltweit sein Geschäft ausweiten. Am stärksten war das Umsatzwachstum in Asien. In den wichtigsten Produktsegmenten konnte die BASF ihren Umsatz fast immer zweistellig steigern. Überproportional wuchs das Geschäft mit Öl und Gas, das nach Unternehmensangaben um 69 Prozent auf 1,443 Milliarden Euro Umsatz zulegte.

Einen Einbruch gab es dagegen beim Geschäft mit Kunststoffen und Fasern, das insgesamt um 21,5 Prozent schrumpfte. Die BASF machte dafür vor allem die Krise der US-Konjunktur sowie eine nachlassende Nachfrage in Asien verantwortlich. Die Aktionäre mussten am Donnerstag unter anderem über die jährliche Dividende entscheiden. Der Vorstand hatte einen Betrag von zwei Euro pro Aktie vorgeschlagen, die höchste Dividende, die BASF je ausgeschüttet hat. Analysten sahen vor allem die Gewinn-Prognosen als positiv an. Branchenexperten haben in letzter Zeit schwierige erste sechs Monate für die Chemie- Industrie prognostiziert, erwarten aber mehrheitlich für das zweite Halbjahr eine Stimmungswende auf Grund einer wieder anziehenden US-Konjunktur und einen Aufschwung ab 2002.

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