UMSTRITTENER PROZESS : Groß gegen Klein

Bei der Vergabe der Slots gelten die sogenannten Großvaterrechte. Sie erlauben es Fluggesellschaften, ein Zeitfenster für Starts und Landungen, das sie einmal bekommen haben, immer wieder zu nutzen. Kritiker finden das ungerecht und ineffizient. Im Gespräch ist daher eine Art Versteigerung der Slots, also eine Verteilung allein über den Preis. Gegner finden, dass finanzschwache Fluglinien dann ohne Chance wären. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Großen sich gute Slots zuschustern. Und ausländische Fluglinien, die hierzulande keinen Platz bekommen, könnten mit einem Boykott für deutsche Airlines auf ihren Flughäfen reagieren. Die Branche selbst ist unschlüssig. Ein Kompromiss könnte das Secondary Trading sein, wo Airlines ihre zugeteilten Slots freiwillig an andere Unternehmen weiterverkaufen dürfen – und sie quasi vermieten. lgi

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben