Wirtschaft : UMTS-Auktionen: Schummeln gilt nicht - Bei der Versteigerung gelten strenge Sicherheitsstandards

Beim Auktionspoker um die neuen UMTS-Lizenzen geht es um Milliarden - aber das Ambiente für den Bieterwettbewerb ist karg. In einer ehemaligen Kaserne in Mainz werden die Abgesandten der mitbietenden Unternehmen nahezu militärisch abgeschottet, und zwar so lange, bis sie eine Lizenz ergattert haben oder ihnen das Geld ausgeht. Handys und andere Kommunikationsgeräte müssen sie am Eingang abgeben. Nur je drei abhörsichere Leitungen stehen pro Bieterraum zur Verfügung - eine für den Kontakt zum Auktionator, zwei für die Rücksprache mit der Unternehmenszentrale, denn von dort müssen die Orders kommen. Absprachen unter den Anbietern sind bei hoher Strafe verboten: Wer schummelt, wird von der Auktion ausgeschlossen und muss überdies den Betrag zahlen, den er bis dahin geboten hat - ohne Gegenleistung freilich. Um die eigene Strategie möglichst geheim zu halten, steuern alle Telefonkonzerne ihre Bieter aus abhörsicheren Räumen in den Unternehmenszentralen.

In einem ersten Schritt kommen zwölf Frequenzpakete unter den Hammer. Um eine UMTS-Lizenz zu bekommen, muss ein Betreiber mindestens zwei und höchstens drei Frequenzpakete ersteigern. In einem zweiten Schritt werden zusätzliche Pakete ausschließlich unter den Unternehmen versteigert, die in Stufe eins eine Lizenz erworben haben.

Eine Bieterrunde dauert maximal 40 Minuten - so lange hat jedes Konsortium Zeit, ein gültiges Gebot abzugeben. Bei gleichem Höchstgebot siegt der, der schneller war.

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