Wirtschaft : UMTS-Lizenzen: Ein faires Verfahren - aber teuer (Kommentar)

Corinna Visser

Deutschlands mobile, multimediale Zukunft kann beginnen. Die Eintrittskarten an die Unternehmen sind verteilt. Kaum jemand hatte mit einem Erlös von fast 100 Milliarden Mark gerechnet. Sind die Lizenzen das wert? Noch weiß es niemand. Das wird sich erst klären, wenn die ersten Netze in Betrieb gehen. Doch zugleich konnte niemand den fairen Preis besser bestimmen als die Unternehmen selbst. Die Auktion war das richtige Verfahren, diesen Preis zu ermitteln. Der Energiekonzern Eon, der noch gerne ein paar Jahre von der boomenden Telekommunikationsbranche profitieren wollte, hat kalte Füße bekommmen. Die anderen Bieter, alles Telekommunikationskonzerne, dagegen nicht. Für sie ist Deutschland der wichtigste Markt in Europa. Wer auf dem Kontinent eine wichtige Rolle spielen will, muss hier - auf dem größten nationalen Markt - dabei sein. Jetzt treten Deutsche Telekom, Vodafone, British Telecom, France Télécom und Telefónica hierzulande direkt gegeneinander an. Auch wenn die Eintrittskarten teuer waren, der deutsche Verbraucher wird von dieser scharfen Wettbewerbssituation profitieren.

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