Wirtschaft : UMTS-Lizenzen: Universal mobiles Telekommunikationssystem - das große Versprechen

Corinna Visser

Mobilcom-Chef Gerhard Schmid verspricht den Verbrauchern ein Schlaraffenland, wenn das UMTS-Zeitalter erst einmal angebrochen ist. Kritiker sagen, UMTS (das universale mobile Telekommunikationssystem) sei vollkommen überflüssig. Der private Nutzer habe gar keine Verwendung für all die wunderbaren mobilen Dienste, die ja noch niemand kennt - auch die Unternehmen kennen sie noch nicht. Schließlich heißt es, der Verbraucher werde sich die noch unbekannten Services auch gar nicht leisten können. Sicher ist immerhin, dass die Telekomkonzerne, die nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa viele Milliarden allein für Lizenzen ausgeben, sich etwas einfallen lassen müssen. Auch der bisherige Mobilfunkstandard GSM wird durch neue Techniken immer leistungsfähiger. Wenn UMTS ein Erfolg werden soll, muss es besser sein als einfach nur schneller als GSM. Sonst wird der Kunde wirklich keinen Sinn darin sehen, sich ein neues Handy zu kaufen.

Sicher ist auch - den Kritikern zum Trotz -, dass der Verbraucher sich die sagenhaften neuen Dienste wird leisten können. Denn mit sechs alternativen Anbietern werden wir in Deutschland mehr Wettbewerb haben als im übrigen Europa. Und um die horrenden Ausgaben für Lizenzen und Infrastruktur wieder zu verdienen, brauchen die Unternehmen Kunden - sehr viele Kunden. Und die werden sie nicht durch hohe Preise abschrecken wollen. Mobilcom hat schon einmal gezeigt, wie man das macht, aggressiv Marktanteile zu gewinnen. Und auch der zweite Neueinsteiger im deutschen Mobilfunkmarkt, die spanische Telefónica, wird mit attraktiven Angeboten um jeden neuen Kunden kämpfen.

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