Wirtschaft : Umwelt kostet Steuerzahler 55 Milliarden

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Wiesbaden - Die deutschen Steuerzahler mussten für die Umwelt im vergangenen Jahr etwas weniger tief in die Tasche greifen: 2005 kassierte der Fiskus insgesamt rund 55 Milliarden Euro so genannter umweltbezogener Steuern, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Dies waren 1,6 Prozent weniger als noch im Jahr 2004. Der Anteil an den gesamten Steuereinnahmen öffentlicher Haushalte ging um 0,4 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent zurück, wie es weiter hieß. Hauptgrund war der deutliche Rückgang der Einnahmen aus der Mineralölsteuer um vier Prozent. Wegen der hohen Preise und des wachsenden Tanktourismus war der Spritabsatz im Inland geschrumpft. Mit gut 40 Milliarden Euro stand die Mineralölsteuer dennoch für den Löwenanteil der umweltbezogenen Steuereinnahmen, gefolgt von der Kfz-Steuer mit 8,7 Milliarden und der Stromsteuer mit 6,5 Milliarden Euro.

Der Behörde zufolge werden nach internationaler Absprache unter dem Titel der umweltbezogenen Steuern all jene Steuerarten zusammengefasst, die den Energieverbrauch, den Verkehr, die Emissionen oder anderen Schadstoffausstoß – zum Beispiel Pestizide – betreffen. Die Verwendung der Steuern und die politischen Beweggründe für deren Einführung spielten hingegen keine Rolle. Daher werde etwa die Mineralölsteuer komplett als Umweltsteuer gewertet – und nicht nur der Anteil der Ökosteuer daran. AFP

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