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Umweltfreundliche Landwirtschaft : EU-Kommissar Ciolos geht bei Agrarreform auf Deutschland zu

Die EU macht in der Frage der Agrarreform einen Schritt auf Deutschland zu: Einige Regionen seien bei Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft bereits jetzt führend - dieses Engagement soll gewürdigt werden.

EU-Agrarkommissar Ciolos macht in der Frage der Agrarreform einen Schritt auf Deutschland zu: Umweltmaßnahmen sollen gewürdigt werden. Foto: dpa
EU-Agrarkommissar Ciolos macht in der Frage der Agrarreform einen Schritt auf Deutschland zu: Umweltmaßnahmen sollen gewürdigt...Foto: dpa

Um seine Agrarreform zu retten, geht EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos einen Schritt auf Deutschland zu. Beim „Greening“ will Ciolos deutsche Anstrengungen im Agrarumweltbereich – etwa beim Verzicht auf Dünger oder Pestizide – würdigen. „Wir sind bereit anzuerkennen, dass hier oft schon viel getan wird“, sagte der EU-Kommissar dem "Tagesspiegel", „und wir wollen die, die bereits wirksame Schritte tun, nicht bestrafen.“ Teil der von Ciolos vorgeschlagenen Agrarreform, über deren Finanzrahmen in dieser Woche die EU-Staats- und Regierungschefs beraten, ist der Plan, Subventionen für die Bauern an ökologische Maßnahmen zu knüpfen. So sollen die Landwirte nach Meinung Ciolos sieben Prozent ihrer Flächen für Landschaftsmaßnahmen wie Hecken reservieren. Nach Meinung von Bundesagrarministerin Ilse Aigner müssten in diesem Zusammenhang jedoch auch Agrarumweltmaßnahmen anerkannt werden. Dazu ist Ciolos jetzt offensichtlich bereit: Bei den Umwelt-Agrarmaßnahmen seien einige Regionen in Deutschland bereits jetzt führend, sagte der Kommissar der Zeitung. „Deshalb arbeiten wir jetzt an einem Mechanismus, der bestehende Maßnahmen wie beispielsweise die Vertragsnaturschutzprogramme in Bayern berücksichtigt und als Äquivalent für das Greening anrechnet.“ (Tsp.)

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