Wirtschaft : …und warum sie nicht funktioniert

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Seit 31. August läuft der Testbetrieb der Maut. Und was sich häuft, sind vor allem Klagen über Fehler im System. Und laut dem Deutschen Speditions und Logistikverband (DSLV) ist auch in letzter Zeit keine Besserung zu spüren. Dabei läuft das System noch nicht einmal komplett. Erst ab kommenden Freitag sollen auch Pro- forma-Rechnungen erstellt werden.

Die Spediteure schimpfen vor allem über die Bordcomputer. Das fange schon in den Werkstätten an, sagt DSLV-Sprecherin Barbara Rauch. Dort fehlten oft Halterungen zum Einbau. Und viele von den bereits montierten Computern seien fehlerhaft. Spediteure berichten, dass OBUs im laufenden Testbetrieb oft eine mautpflichtige Strecke als nicht kostenpflichtig registrieren – und umgekehrt. Außerdem würden die Mautgebühren oft falsch berechnet. Viele Bordcomputer vertragen sich daneben nicht mit anderen elektronischen Geräten. Sie werden durch Handy-Anrufe, CB-Funk oder das Autoradio gestört.

Die Terminals und das Internet arbeiten laut DSLV ebenfalls nicht immer reibungslos. Will ein Spediteur die Strecke Paderborn-Münster buchen, schlägt der Terminal vor, über Dortmund zu fahren. Das wäre ein großer Umweg, bloß zwischen Paderborn und Münster ist ein Autobahnstück noch nicht fertig. Internet-Buchungen wiederum dauerten meist sehr lange – oder sie würden erst gar nicht angenommen, sagt DSLV-Sprecherin Rauch.

Bei Toll Collect ist man allerdings zuversichtlich, die Fehler bis November beheben zu können. Vor allem bei den Bordcomputer lägen die Probleme bei älteren Geräten bei der Software. Abhilfe werde hier in den kommenden zwei bis vier Wochen geschaffen. hop

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