Wirtschaft : Ungarische Tochter belastet die BayernLB

München - Ihre skandalgebeutelte Tochter, die Hypo Group Alpe Adria, ist die BayernLB losgeworden. Doch das Osteuropageschäft macht der angeschlagenen Landesbank weiter zu schaffen. Im abgelaufenen Quartal musste die ungarische Tochter MKB die Risikovorsorge massiv aufstocken. „Wir haben die Ecken noch einmal ausgeleuchtet“, sagte BayernLB-Vorstand Stefan Ermisch. Dabei seien Risiken in einem Portfolio für Projektfinanzierung aufgetaucht. Erschwerend komme hinzu, dass die Politik der neuen ungarischen Regierung belastend für die Bankenindustrie sei.

Auch wegen der Probleme in Ungarn rutschte die BayernLB im zweiten Quartal operativ, also im eigentlichen Bankgeschäft, wieder in die Verlustzone. In den ersten drei Monaten hatte die Bank noch eine halbe Milliarde Euro verdient. Zum Start ins neue Jahr hatten allerdings Wertaufholungen bei Papieren, die zuvor stark abgeschrieben worden waren, das Ergebnis aufpoliert. Insgesamt stagnierte im ersten Halbjahr der Vorsteuergewinn der BayernLB bei 554 Millionen Euro. Die Bank wartet derzeit auf grünes Licht der EU-Kommission für die staatliche Unterstützung, die das Institut vor dem Kollaps gerettet hatte. ax/HB

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