Wirtschaft : Unilever: Margen weiter unter Druck Konsumgüterkonzern hält Marktanteile und wächst

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Rotterdam Die Konzentration auf Kernmarken und der strikte Sparkurs zahlen sich für den Konsumgüterriesen Unilever weiter aus. Das britisch-niederländische Unternehmen verbuchte im ersten Quartal 2005 ein deutliches Gewinnplus bei nur moderat wachsenden Umsätzen. Das operative Ergebnis stieg um acht Prozent auf 1,42 Milliarden Euro, während die Erlöse um 2,3 Prozent auf 9,27 Milliarden Euro zulegten. Damit schnitt der Hersteller von Nahrungsmitteln (Knorr, Lipton), Pflegeartikeln (Lux, Signal) und Waschmitteln (Omo, Domestos) besser ab als erwartet. „Es ist ermutigend, dass wir in zwei aufeinander folgenden Vierteljahren Wachstum hatten und dass unsere Marktanteile im Ganzen gesehen stabil sind“, sagte Konzernchef Patrick Cescau am Freitag.

Dabei zahlten sich auch Unternehmensverkäufe und Einsparungen aus. Das Gesamtjahr 2004 hatte Unilever allerdings einen Gewinneinbruch gebracht, und Cescau geht zumindest für Europa weiterhin von schwierigen Marktbedingungen aus: „Die Margen bleiben unter Druck.“

Auch Unilever macht der Preiskampf der Supermärkte und die Konkurrenz der Hersteller untereinander zu schaffen. Die Entwicklung war in den europäischen Ländern unterschiedlich: In Großbritannien verlor Unilever Marktanteile bei Pflegemitteln und Konsumgütern. In Frankreich lief es dagegen gerade in diesen Segmenten besser, während es im Bereich Nahrungsmittel Probleme gab.

Cescau will nun mit Kosteneffizienz für die Wettbewerbsfähigkeit der Unilever-Produkte sorgen. Zu dem Umsatzanstieg trug auch bei, dass es in diesem Jahr fünf Verkaufstage mehr gab als im Vorjahr. Die Umstrukturierung des Konzerns verläuft nach Angaben Cescaus planmäßig. dpa

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