Wirtschaft : Unilever überrascht mit besserem Ergebnis Aktie legt im Handelsverlauf um mehr als zwei Prozent zu

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(tel/HB). Der britischniederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat im vergangenen Jahr seine Umsatzziele nicht erreicht. Der Gewinn fiel aber höher aus als von vielen Analysten erwartet. Das vor vier Jahren aufgelegte Wachstumsprogramm hat im vergangenen Jahr nicht in allen Punkten den erwünschten Erfolg gebracht, wie Co-Chef Niall FitzGerald am Donnerstag einräumte, als er die Jahreszahlen erläuterte. FitzGerald, der als einer der Väter des Wachstumsprogramms gilt, kündigte zugleich an, Ende September und damit früher als erwartet in den Ruhestand zu treten.

Der derzeitige Direktor des Food-Geschäftes, Patrick Cescau, wird FitzGeralds Amt übernehmen. Der niederländische Gegenpart an der Spitze des Konzerns, Antony Burgmans, bleibt. An den Aktienmärkten in London und Amsterdam legten Unilever-Titel bis zum Abend um 2,5 Prozent zu.

Mehrere Analysten begründeten den Kursanstieg mit dem Managementwechsel. Erfreulich sei auch, dass es anders als bei den letzten Quartalszahlen keine bösen Überraschungen gegeben habe, sagte ein Analyst.

Insbesondere Absatzeinbrüche bei den Slim-Fast-Diätprodukten (minus 21 Prozent) und der Parfümmarke Calvin Klein (minus 18,7 Prozent) haben Unilever im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Insgesamt sank der Umsatz, gemessen zu konstanten Wechselkursen, um zwei Prozent auf 47,7 Milliarden Euro. Unter Einbeziehung der Wechselkursschwankungen betrug der Umsatzrückgang zwölf Prozent.

Im Rahmen des Wachstumsprogramms hat sich Unilever auf seine Top-Marken wie Dove, Knorr, Axe und Omo konzentriert. Doch diese Marken legten zusammengenommen 2003 nur um 2,5 Prozent zu. Damit verfehlte der Konzern das selbst gesteckte Ziel eines Wachstums von fünf bis sechs Prozent deutlich. Das hatte das Unternehmen schon im Laufe des Jahres eingestehen müssen.

Durch Kostensenkungen gelang es dennoch, den operativen Gewinn um sechs Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zu steigern, der entsprechende Reingewinn stieg um zehn Prozent auf knapp 4,28 Milliarden Euro. Das lag am oberen Ende der Markterwartungen.

Die Top-Marken, die mittlerweile rund 93 Prozent des Umsatzes ausmachen, sollen bis zum Jahresende 95 Prozent Umsatzanteil erreichen. Bei den Diätprodukten von Slim-Fast steht ein umfassender Relaunch an: Eine erweiterte Produktpalette soll den Verbraucher wieder auf den Geschmack der Diät-Marke bringen.

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