Wirtschaft : Union hofft auf 200 000 Jobs mit Kombilohn

Stellen für Junge und Alte sollen gefördert werden

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Berlin - Die Union will mit dem Kombilohn im nächsten Jahr 200 000 Langzeitarbeitslose von der Straße holen. Diese Zielmarke nannten gestern die Generalsekretäre von CDU und CSU, Ronald Pofalla und Markus Söder, die die Arbeitsgruppe der Union zum Thema Kombilohn leiten. Im Juni werde das Gremium Ergebnisse vorlegen, die dann in der Sommerpause mit der SPD beraten werden und im Herbst ins Gesetzgebungsverfahren einfließen könnten, sagte Pofalla.

Nach Angaben von Pofalla und Söder hat die Union dabei zwei Zielgruppen im Auge: Zum einen gehe es um über 50-Jährige, die seit mindestens zwölf Monaten und maximal 28 Monaten arbeitslos sind – derzeit etwa 400 000 Menschen. Wer solche Arbeitslose einstellt, soll bis zu einem Bruttolohn von 1600 Euro im Monat 40 Prozent als Zuschuss vom Staat bekommen. Die zweite Zielgruppe sind die unter 25-Jährigen, die länger als sechs Monate arbeitslos sind. Hier gebe es 300 000 theoretisch Betroffene, für die es den Lohnzuschuss bis zu einem Bruttolohn von 1300 Euro geben soll. Finanziert werden sollen die Maßnahmen aus dem Haushalt: Die im Etat des Arbeitsministeriums eingestellten Mittel für Eingliederungshilfen würden ohnehin nur zu zwei Dritteln abgerufen. Wenn im nächsten Jahr, wie anvisiert, 200 000 Personen gefördert werden könnten, rechne man mit Kosten zwischen einer halben und 1,25 Milliarden Euro.

Die Jobcenter hatten den so genannten Eingliederungstitel für Langzeitarbeitslose von 6,5 Milliarden Euro nur etwa zur Hälfte abgerufen. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hatte eine Kürzung mit der Begründung abgewehrt, dass der schlechte Mittelabfluss auf Anlaufschwierigkeiten nach dem Start der Hartz-IV-Reform zurückzuführen sei. dc/ms/HB

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