Wirtschaft : United Internet lässt sich nicht bremsen

Dienstleister steigert Gewinn und hebt Prognose an

Frankfurt am Main - Der Telefon- und Internetdienstleister United Internet will trotz der schwächeren Konjunktur Umsatz und Kundenzahl in diesem Jahr noch stärker steigern als bislang geplant. Statt mindestens zwei Milliarden will das Unternehmen mit den Marken 1&1, GMX und Web.de jetzt 2,05 Milliarden Euro umsetzen, die Zahl der neuen Kunden soll bei 840 000 und nicht nur bei 700 000 liegen, wie Vorstandschef Ralph Dommermuth am Dienstag ankündigte. Vor Steuern will United Internet 2011 rund 250 Millionen Euro verdienen.

Eine gute Basis für diese Ziele hat das Unternehmen im ersten Halbjahr gelegt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als acht Prozent auf gut eine Milliarde Euro, der Gewinn vor Steuern sogar um fast 23 Prozent auf 144 Millionen Euro. Darin sind auch 16,3 Millionen Euro aus dem Verkauf des 25-Prozent-Anteils am Internet-Anbieter Versatel an den Finanzinvestor KKR enthalten. Der Konzerngewinn legte sogar um rund ein Drittel auf 102 Millionen Euro zu – und dies trotz eines erheblichen Aufwandes für die Gewinnung von rund 400 000 neuen Kunden. Mittlerweile betreuen die rund 5200 Mitarbeiter von United Internet knapp 10,2 Millionen Kunden. Mit ihren E-Mail-Anbietern Web.de und GMX entfällt nach Angaben von Dommermuth mittlerweile rund die Hälfte aller in Deutschland registrierten Email-Adressen auf United Internet. ro

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