Universitäten erforschen E-Mobilität : TU Berlin empfiehlt sich in China

China ist der am schnellsten wachsende Automobilmarkt der Welt – und beim Thema Elektromobilität dank massiver staatlicher Förderung Vorreiter.

Berlin - Vom Know-how der Chinesen wollen Berliner Forscher der Technischen Universität künftig stärker profitieren. Mit der Shanghai Jiao Tong Universität planen die Berliner gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich der „E-Mobility“, wie die TU am Freitag mitteilte. TU-Präsident Jörg Steinbach hatte bereits im September in Schanghai eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. „Wir fördern ganz bewusst Forschungsaktivitäten für dieses wichtige Zukunftsfeld in unserer Universität“, teilte Steinbach mit. „Damit empfehlen wir uns internationalen Partnern und stärken gleichzeitig den Wissenschaftsstandort Berlin.“

Die Hauptstadt bewirbt sich gerade bei der Bundesregierung darum, die deutsche Modellregion für Mobilitätskonzepte der Zukunft zu werden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit glaubt, dass Berlin zum Zentrum der Batterieforschung und -produktion für die deutsche Autoindustrie werden kann.

Schwerpunkte der Kooperation, die die TU mit der Jiao Tong Universität vereinbart hat, sind die Entwicklung neuartiger leichter Materialien, die Weiterentwicklung der alternativen Antriebs- und Batteriesysteme sowie der nötigen Infrastruktur zur Massenproduktion. „Geplant ist außerdem, Prototypen zu entwerfen und herzustellen, die in beiden Ländern als Vorführmodelle genutzt werden können“, heißt es in der Mitteilung.

Seit Juni sind deutsche und chinesische Hochschulen dabei, ein Forschungsnetzwerk im Bereich Elektromobilität aufzubauen. Teilnehmer sind fünf chinesische Top-Universitäten und der TU9-Verbund, ein Zusammenschluss der neun nach eigener Aussage führenden Technischen Universitäten in Deutschland. mot

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