Unterhaltungselektronik : Finanzinvestor steigt bei Loewe ein

Ein Finanzinvestor aus London ist bei Loewe eingestiegen. Über den Kapitalmarkt kaufte EQMC zehn Prozent der Anteile, strebt aber keine dominierende Rolle in dem Unternehmen an.

Loewe
Loewe ist wieder attraktiv: Ein Finanzinvestor aus London steigt beim TV-Hersteller ein. -Foto: ddp

Der Londoner Finanzinvestor EQMC Fonds steigt beim Fernseher-Hersteller Loewe ein. Der Fonds habe 10,13 Prozent der Loewe-Anteile auf dem Kapitalmarkt erworben. EQMC sei ein langfristig orientierter Investor, der das Ziel verfolge, Loewe bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie zu begleiten. Loewe-Chef Rainer Hecker begrüßte den Einstieg. Aktionäre und Mitarbeiter würden davon gleichermaßen profitieren.

"Wir werden das Unternehmen langfristig begleiten, streben dabei aber keine beherrschende Stellung an", erklärte Fonds-Repräsentant Jacobo Llanza. Loewe sei in den vergangenen Jahren erfolgreich neu ausgerichtet worden und konzentriere sich auf den aussichtsreichen LCD-TV-Markt. "Wir sind fest davon überzeugt, dass das Management diesen Weg im Interesse aller Anteilseigner weiter ausbauen wird", sagte Llanza. EQMC sei davon überzeugt, dass der Unternehmenswert weiter gesteigert werden könne.

Seit 2005 wieder in der Erfolgsspur

Loewe hatte den Trend zu Flachdisplay-Geräten zunächst verpasst und war in die roten Zahlen gerutscht, hat aber seit 2005 erfolgreich gegengesteuert. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 341,9 Millionen Euro ein Ebit von 13,2 Millionen Euro; in diesem Jahr wird eine weitere deutliche Steigerung erwartet. Hauptaktionär des TV-Geräteherstellers ist der japanische Elektronik-Konzern Sharp mit 28,8 Prozent der Anteile. Im Streubesitz waren bisher gut 56 Prozent der Loewe-Aktien, beim Vorstand liegen 14,8 Prozent.

Der Londoner Investor investiert den Angaben zufolge typischerweise in Minderheitsanteile zwischen 5 und 20 Prozent von börsennotierten Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter einer Milliarde Euro. Dabei strebe der Fonds eine langfristige Wertsteigerung des Unternehmens an. (mit dpa)

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