Unterhaltungselektronik : Loewe bleibt optimistisch

Trotz schwachem Start ins Jahr ist der TV-Hersteller Loewe optimistisch für den weiteren Verlauf. Der Preisverfall geht an dem Hersteller, dank seiner hochwertigen Marke, ohne größeren Schaden vorüber.

München - Der TV-Gerätehersteller Loewe rechnet sich angesichts einer steigenden Nachfrage nach Flachbildschirm-Geräten gute Wachstumschancen aus. Auf Jahresbasis werde das Wachstum bei Loewe im zweiten Halbjahr stattfinden, sagte Loewe-Chef Rainer Hecker auf der Hauptversammlung in München und bekräftigte die Umsatz- und Ergebnisziele für 2007. "Für das Jahr 2008 gehen wir im Hinblick auf die anhaltend positive Marktentwicklung von einer weiteren Steigerung bei Umsatz und Ergebnis aus."

Vom Preisverfall in der Branche könne sich Loewe mit Markenprodukten voraussichtlich weitgehend abkoppeln. Neben großformatigen, hochauflösenden LCD-Fernsehern setzt das Unternehmen auch auf die Kombination besonders großer Bildschirme mit Lautsprecher-Systemen, die für Kino-Atmosphäre im Wohnzimmer sorgen sollen. Bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin werde zudem die Vernetzung von Unterhaltungselektronik eine wichtige Rolle spielen, sagte Hecker. "TV-Geräte müssen in Zukunft mehr können, als nur TV-Programme zu empfangen.

Wichtigster Markt in Großbritannien

Positiv entwickelt habe sich in den ersten Monaten des Jahres das Geschäft in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Frankreich. "Weniger gut sind wir in Spanien, Großbritannien, Russland und Australien vorangekommen", sagte Hecker. Großbritannien sei mittlerweile der größte Markt für Unterhaltungselektronik in Europa. "Um dieses Potenzial stärker zu nutzen und unsere Marktposition auszubauen, haben wir hier eine eigene Tochtergesellschaft gegründet, sie hat im Mai ihre Arbeit aufgenommen."

Für das laufende Jahr geht Loewe weiterhin von einem Umsatzplus um rund 10 Prozent auf 380 Millionen Euro aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll sich um mindestens 20 Prozent auf 16 bis 18 Millionen Euro verbessern. "Bei Erreichen dieser Zielwerte werden wir wieder eine Dividendenzahlung vorschlagen", erklärte Hecker. Im ersten Quartal waren die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 82 Millionen Euro zurückgegangen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 4,9 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Loewe hatte das Umsatzminus vor allem mit einer Sonderkonjunktur durch die Fußball-Weltmeisterschaft im Vorjahr begründet (tso/dpa)

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