Wirtschaft : Unternehmen bei Sepa in Verzug

Frankfurt am Main - 72 Tage vor dem Start sind deutsche Unternehmen aus Sicht der Bundesbank noch immer unzureichend auf das europäische Zahlungssystem Sepa vorbereitet. „Bei Sepa muss nun der Endspurt beginnen, denn am 1. Februar 2014 müssen die Zahlungen der Wirtschaftsunternehmen im Sepa-Format erfolgen“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch bei der „Euro Finance Week“ in Frankfurt. Wer sich nicht vorbereite, gehe erhebliche Risiken für die Abwicklung von Zahlungen ein. Das könne zu kurzfristigen Liquiditätsengpässen führen, warnte Thiele. So könnten Zahlungen von Gehältern und anderen Leistungen nicht mehr rechtzeitig abgewickelt werden, wenn die Zahlungsdaten nicht im Sepa-Format bei der Bank eingereicht werden. Vom 1. Februar an dürfen Kreditinstitute Lastschriften und Überweisungen von Unternehmen und Vereinen in Euro nur noch im Sepa-Format mit der internationalen Kontonummer IBAN verwenden – auch innerhalb eines Landes. Für Überweisungen von Verbrauchern gilt eine Frist bis 1. Februar 2016. dpa

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