Unternehmen berichten : Tognum überrascht - Berentzen kämpft sich frei

Die Berichtssaison der deutschen Aktienfirmen ist im vollen Gange. Die meisten Firmen können mit guten Bilanzen überzeugen. Fresenius und Tognum legen solide Bilanzen vor und auch für Berentzen geht es langsam wieder aufwärts.

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) ist weiter auf Wachstumskurs. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz um neun Prozent auf 2,43 Milliarden Dollar (1,68 Milliarden Euro). Währungsbereinigt lag das Plus bei sechs Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 14 Prozent auf 397 Millionen US-Dollar. Wegen des guten Geschäftsverlaufs hob FMC die Prognose für das Gesamtjahr an. FMC rechnet nun mit bis zu 705 Millionen Dollar Überschuss und weiterhin mit 9,5 Milliarden Dollar Umsatz. Besonders gut lief das Geschäft mit Dialyseprodukten.

Der Spirituosen- und Getränkehersteller Berentzen kommt derzeit nicht aus der Verlustzone. Zwar ist der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 127,4 auf 133 Millionen Euro (ohne Branntweinsteuer) leicht gestiegen. Der Sprung aus den roten Zahlen werde jedoch erst für 2009 erwartet. Für 2007 prognostiziert Vorstandschef Axel Dahm einen Verlust beim Betriebsergebnis im hohen einstelligen Millionenbereich. Operativ ist Berentzen bereits seit 2004 im Minus.

Tognum besser als erwartet

Der MDax-Neuling Tognum hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis dank der guten Nachfrage nach schweren Motoren zur Stromerzeugung gesteigert. Der Umsatz sei von 636 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 709 Millionen Euro gestiegen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte von 79 auf 96 Millionen Euro. Tognum bestätigte den Ausblick auf das Gesamtjahr, Umsatz und Ergebnis sollen aber am oberen Ende der bisher genannten Spanne liegen. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen 2007 eine Steigerung von rund 10 Prozent, beim bereinigten Ebit von 25 Prozent. Tognum mit der Kernmarke MTU ist am 2. Juli an die Börse gegangen.

Die Modeschmuck-Kette Bijou Brigitte ist in den ersten neun Monaten des Jahres durch die Eröffnung neuer Filialen weiter gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,3 Prozent auf 262 Millionen Euro. Flächenbereinigt lag der Umsatz jedoch um 3,2 Prozent unter dem Vorjahr. Bijou Brigitte eröffnete in diesem Jahr 56 neue Filialen mit Schwerpunkt in Italien und Frankreich und machte zehn Geschäfte wieder zu. Das Unternehmen betreibt 977 Filialen, davon knapp zwei Drittel im Ausland. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 56,6 (Vorjahr: 57,5) Millionen Euro. (mit dpa)

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