Unternehmen : Mehr Ausländer in Chef-Etagen

In Zukunft könnte die Hälfte aller Dax-Vorstandsposten von Ausländern besetzt sein, heißt es in einer Studie. Momentan ist nur knapp ein Viertel aller Vorstandsmitglieder nicht in Deutschland aufgewachsen oder hat einen ausländischen Pass

München - Wolfgang Mayrhuber ist einer, Peter Löscher auch und Josef Ackermann ist wohl einer der bekanntesten unter ihnen – Ausländer an der Spitze von Dax-Unternehmen. Und ihre Zahl dürfte größer werden, heißt es in einer Studie der Personalberatung Heidrick & Struggles. Die Trendwende sei bereits da. So seien Ende Januar bereits 43 der insgesamt 182 Vorstandsmitglieder von Dax- Firmen und damit annähernd ein Viertel nicht in Deutschland geboren oder aufgewachsen. Im Jahr 2000 noch hatten weniger als 15 Prozent aller Vorstände von Unternehmen aus dem Dax einen ausländischen Pass. Für die Zukunft erwarten die Verfasser der Studie einen Anstieg auf 40 bis 50 Prozent.

Derzeit stammen sechs der sieben Ausländer an der Spitze deutscher Dax-Konzerne aus Europa. Die Schweizer Josef Ackermann und Reto Francioni führen die Deutsche Bank und die Deutsche Börse, die Österreicher Peter Löscher und Wolfgang Mayrhuber Siemens und die Lufthansa, der Schwede Hakan Samuelsson MAN, der Däne Kasper Rorsted Henkel und der Amerikaner Ben Lipps Fresenius Medical Care.

Im europäischen Vergleich entspricht die Ausländerquote in deutschen Chefetagen dem Durchschnitt. Internationaler sind etwa die Führungszirkel in Großbritannien, Spanien und der Schweiz besetzt. In Frankreich ist der Anteil ausländischer Führungskräfte dagegen noch niedriger als in Deutschland. Tsp

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