Wirtschaft : Unternehmen steigert den Überschuss um 40 Prozent

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Um 40 Prozent konnte die Jenoptik AG ihren Nettoüberschuss im Geschäftsjahr 1999 gegenüber 43,3 Millionen Mark im Vorjahr steigern. Dies gab das Unternehmen am Montag vorab bekannt. Ebenso erfreulich entwickelten sich die Auftragseingänge, die mit etwa drei Milliarden Mark das Vorjahresvolumen um rund 60 Prozent übertrafen. Auf Grund des umfassenden Konzernumbaus sank der Umsatz dagegen auf 2,7 Milliarden Mark. Die endgültigen Zahlen werden am 18. April vorgestellt. Für das Jahr 2000 erwartet Jenoptik ein ähnlich starkes Überschusswachstum. Die Börse hatte die positiven Zahlen bereits vorweg genommen. Im Januar stiegen die Aktien auf fast 20 Euro, fielen aber nach Ergebnisbekanntgabe unter 19 Euro.

Die Industriebeteiligungen profitierten vom dem wieder steigenden Bedarf an Halbleitern und von der Überwindung der Asienkrise. Zukäufe zur Erweiterung der Sparten seien geplant. Die Gesellschaft der Jenoptik für Risikokapital habe im vergangenen Jahr drei erfolgreiche Börsengänge betreut. Für das laufende Geschäftsjahr seien die Aussichten ebenfalls positiv.

Jenoptik bereitete seinen Aktionären seit dem Börsengang Mitte 1998 wenig Freude. Die Gesellschaft ist die bisher größte Privatisierung eines ostdeutschen Betriebs. Die Ergebnisse blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück, die Kurse gingen in den Keller. Der angekündigte Umbau des schnell gewachsenen Unternehmens sei nun aber erfolgreich, sagte der Vorstandsvorsitzende Lothar Späth. Das operative Ergebnis sei gesteigert worden bei geringeren Kosten der Jenoptik-Holding. Verlustträchtige Teile der Gesellschaft wie der Berliner Hersteller von Telekommunikationstechnik Krone AG oder die Infab GmbH, Produzentin von Automaten für Chipfabriken, wurden an US-Unternehmen verkauft. Von der Automatisierungstechnik GmbH wird nur noch die Lasersparte von Jenoptik weitergeführt.

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