• Unternehmen suchen den Dialog mit Sankt PetersburgDebis-Chef Mangold fordert stärkeres Engagement in Russland

Wirtschaft : Unternehmen suchen den Dialog mit Sankt PetersburgDebis-Chef Mangold fordert stärkeres Engagement in Russland

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Berlin (Tsp). Ein stärkeres Engagement deutscher Unternehmen in Russland wünscht sich der Vorsitzende des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, Debis-Chef Klaus Mangold. Während einer Diskussion im Rahmen des Sankt Petersburger Wochenendes des Rotary-Clubs und der Daimler-Chrysler-Tochter Debis am Samstag in Berlin sagte Mangold, dass gerade die Stadt Sankt Petersburg das beste Beispiel für den dramatischen Wandel hin zur Marktwirtschaft sei, den Russland in den vergangenen Jahren durchgemacht habe.

Zwar gebe es bis heute Probleme mit der Rechtssicherheit, auch seien Bürokratie und Korruption nach wie vor gravierende Investitionshemmnisse. Dennoch überwögen mittlerweile die Vorteile. „Das Potenzial des russischen Marktes ist groß“, sagte Mangold, die Menschen seien sehr gut ausgebildet, die wirtschaftliche Entwicklung in den letzten Jahren stabil verlaufen.

Zudem habe sich Russland vor allem nach den Terroranschlägen vom 11. September als verlässlicher Partner der Koaliton gegen den Terror profiliert. Inzwischen seien die Hürden für den Weg Russlands in die Welthandelsorganisation WTO beiseite geräumt, und sowohl die USA als auch die Europäische Union hätten vor wenigen Wochen offiziell anerkannt, dass in Russland nun die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung gelte. „Dies ist ein klares Signal für das Vertrauen in die weitere Entwicklung“, sagte Mangold.

Wichtig sei, dass der Dialog nicht nur auf der Regierungsebene geführt werde. Deshalb unterstütze der Ostausschuss Diskussionsveranstaltungen und Delegationsreisen vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen. Zum Sankt Petersburger Wochenende in Berlin war unter anderen der Wirtschafts-Bürgermeister von Sankt Petersburg, Sergey Wetlugin, nach Berlin gekommen.

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