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Foto: promo
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SOLAR MILLENNIUM

Prüfer schauen Bilanzen genauer an

Der Solarkraftwerksentwickler Solar Millennium will durch eine Sonderprüfung Zweifel an seinen Jahresabschlüssen ausräumen. Wenige Tage nach dem überraschenden Rücktritt von Firmenchef Utz Claassen kündigte die Erlanger Firma am Montag die Untersuchung der Bilanzen ab dem Geschäftjahr 2004/05 durch die Prüfgesellschaft Deloitte an. Dadurch sollten alle Zweifel restlos ausgeräumt werden, erklärte der Konzern. „Das Unternehmen sieht sich immer wieder Vorwürfen eines einzelnen Redakteurs eines Wirtschaftsmagazins ausgesetzt, obwohl wir sie dementiert haben“, sagte ein Sprecher. Die „Wirtschaftswoche“ hatte von möglichen Bilanztricksereien berichtet und den Rücktritt Claassens in diesen Zusammenhang gestellt. Claassen hatte angegeben, von dem ihm eingeräumten Recht Gebrauch gemacht zu haben, in einer Überlegungsfrist sein Amt niederzulegen. rtr

CONERGY

Solarfirma sagt Bilanzvorlage ab

Das Solarunternehmen Conergy verschiebt die für den 25. März geplante Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2009. Grund dafür seien noch laufende Gespräche mit den 19 kreditgebenden Banken über die anstehende Refinanzierung, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit. Conergy erwarte, dass die „bislang konstruktiv verlaufenden Gespräche“ bis Mitte April abgeschlossen sein werden. Zugleich bestätigte das Unternehmen die am 18. Februar veröffentlichten vorläufigen Zahlen für 2009. dpa

SIEMENS

Mitarbeiter kämpfen um ihre Jobs

Beschäftigte des Siemens-IT-Dienstleisters SIS haben am Montag an mehreren Standorten gegen die Pläne des Konzerns zum Stellenabbau protestiert. In München-Perlach hätten sich knapp 1000 Beschäftigte zu einem Protestzug versammelt, sagte Michael Leppek von der IG Metall. In Berlin kamen nach Angaben des Betriebsrates etwa 130 der insgesamt knapp 400 Mitarbeiter am Standort Berlin zusammen. Für Mittwoch sind die Beschäftigten hier zu einer offenen Mitgliederversammlung der organisierten Belegschaft eingeladen, um über das weitere Vorgehen zu beraten, sagte der Betriebsratsvorsitzende Burkhard Schaper. Siemens will beim Umbau von SIS weltweit rund 4200 Arbeitsplätze streichen, davon etwa 2000 in Deutschland. vis/dpa

COCA-COLA

Neuer Deutschlandchef kommt

Die deutsche Coca-Cola GmbH mit Sitz in Berlin hat einen neuen Geschäftsführer. Mit sofortiger Wirkung hat Hendrik Steckhan (48) den Posten bei der deutschen Tochter des US-Getränkekonzerns übernommen, wie das Unternehmen mitteilte. Er löst Béatrice Guillaume-Grabisch (44) ab. Sie wechselt als Chefin zu Beverage Partners Worldwide nach Zürich, dem Gemeinschaftsunternehmen von Nestlé und Coca-Cola für trinkfertige Tees. Steckhan, in Deutschland geboren, arbeitet seit 13 Jahren für Coca-Cola. Zuletzt leitete er den Geschäftsbereich Erfrischungsgetränke bei Coca-Cola Nordamerika in Atlanta. dpa

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