UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

WEST LB

Landesbank macht hohen Verlust

Die WestLB steht nach tiefroten Zahlen vor einem schnellen Verkauf. Die Bank, die nach der LBBW und der Bayern LB die drittgrößte Landesbank ist, verbuchte 2009 einen Verlust von gut einer halben Milliarde Euro. Zur Begründung verwies Bankchef Dietrich Voigtländer bei der Bilanzvorlage auf die Kosten für den Konzernumbau. Die Bank wird Mitte des Jahres zum Verkauf gestellt, wobei Voigtländer für eine Landesbankenfusion warb. Die nordrhein-westfälische Landesbank war bereits 2007 nach Fehlspekulationen in die Krise geraten. Das Rettungspaket für die WestLB sieht vor, dass sie Papiere im Gesamtvolumen von mehr als 80 Milliarden Euro rückwirkend zum 1. Januar 2010 in eine Bad Bank auslagert. Die Bad Bank sichern das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassen mit Garantien in Milliardenhöhe ab. dpa

CELESIO

Pharmahändler stockt Dividende auf

Der Pharmahändler Celesio hat sich 2009 mit einem starken Schlussquartal aus den roten Zahlen gekämpft. Der Betriebsgewinn fiel um 4,5 Prozent auf 627,6 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 2,3 Millionen Euro, nach einem Verlust von 18,5 Millionen im Vorjahr. 2010 will Vorstandschef Fritz Oesterle den Betriebsgewinn ausbauen. Das Stuttgarter Unternehmen profitiert unter anderem vom gut laufenden Großhandelsgeschäft auf dem Heimatmarkt. Auch das Geschäft in Brasilien entwickele sich besser als erwartet, sagte Oesterle. Europas größter Pharmahändler hatte 2009 die Mehrheit am brasilianischen Pharmahändler Panpharma übernommen und war damit zur Nummer Eins in Brasilien aufgestiegen. Seinen Aktionären stellte Celesio für 2009 eine um zwei auf 50 Cent je Aktie aufgestockte Dividende in Aussicht. rtr

MAGNA

Zulieferer an Karmann interessiert

Der Autozulieferer Magna will die Dachsparte seines insolventen Konkurrenten Karmann übernehmen. Karmann baut klappbare Dachsysteme und Stoffdächer, unter anderem für BMW (1er Cabrio), Mercedes (E-Klasse) oder Renault (Mégane Cabrio). Insolvenzverwalter Ottmar Hermann habe einen entsprechenden Vertrag mit dem österreichisch-kanadischen Unternehmen unterzeichnet, teilten beide Seiten am Dienstag in Osnabrück mit. Wirksam ist der Verkauf allerdings noch nicht, weil das Bundeskartellamt noch keine Zustimmung gegeben hat. Über den Kaufpreis und Vertragsdetails schwiegen Hermann und Magna. Zur möglichen Zukunft der Karmann-Produktionsstandorte in Osnabrück und im polnischen Zary äußerte sich ein Sprecher von Magna nicht. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar