UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

RYANAIR

Fluglinie attackiert Air France

Der Billigflieger Ryanair hat der französischen Fluggesellschaft Air France vorgeworfen, mit ihrem Vorgehen gegen Wettbewerber die Entwicklung von Regionalflughäfen zu behindern. Air France wolle alle Frankreich-Besucher zwingen, über Paris zu reisen, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary der Tageszeitung „La Tribune“. Zwischen Air France und Ryanair herrscht seit längerem wegen vermeintlicher Subventionen für die irische Fluggesellschaft offener Streit. Vor zwei Wochen teilte Air France mit, im November bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Ryanair eingelegt zu haben. AFP

EMI

Universal hat kein Interesse

Der britische Musikkonzern EMI muss weiter um sein Überleben kämpfen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Dienstag hat die rivalisierende Universal Music kein Interesse mehr am nordamerikanischen Musikkatalog von EMI. Die befristete Abgabe der Verwertungsrechte an Stücken von den Beatles bis zu Pink Floyd soll rund 400 Millionen Pfund (444 Mio Euro) in die Kasse der Briten spülen. EMI ächzt unter einem Schuldenberg von 2,5 Milliarden Pfund. Kann der Konzern seine Raten nicht bezahlen, könnten Mitte des Jahres die Schuldner die Kontrolle übernehmen, allen voran die US-Bank Citigroup. Der Finanzinvestor Terra Firma hatte EMI 2007 für vier Milliarden Pfund gekauft und die gemachten Schulden dem Musikkonzern aufgebürdet. dpa

DEKABANK

Institut erwartet 2010 Gegenwind

Die Dekabank stellt sich nach einem Rekordergebnis 2009 in diesem Jahr wieder auf mehr Gegenwind ein. „Wir sind 2010 gut aus den Startlöchern gekommen, aber es liegen noch neun Monate vor uns“, sagte Dekabank-Chef Franz Waas bei der Bilanzvorlage am Mittwoch. Infolge der Rezession 2009 sei mit Belastungen zu rechnen. Im vergangenen Jahr bescherten die Erholung der Kapitalmärkte und Kostensenkungen dem Fondsdienstleister der Sparkassen ein Rekordergebnis. Das wirtschaftliche Ergebnis schnellte auf den Rekordwert von 661,8 Millionen Euro empor. Unter dem Strich standen im vergangenen Jahr 386,3 Millionen Euro Überschuss nach einem Verlust von 81,0 Millionen Euro ein Jahr zuvor. dpa

BLOHM+VOSS

Aufsichtsrat billigt Verkauf

Der Verkauf der Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss hat die letzte Hürde genommen. Der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) stimmte am Mittwoch erwartungsgemäß dem Verkauf der Mehrheit an dem Unternehmen an den arabischen Investor Abu Dhabi Mar zu, bestätigte eine Sprecherin in Hamburg. Nun fehle nur noch die Unterzeichnung der Kaufverträge. Damit sei in den nächsten Tagen zu rechnen. dpa

SNCF

Französische Bahn macht Minus

Die französische Bahn hat im vergangenen Jahr fast eine Milliarde Euro Verlust gemacht. Verantwortlich für das Minus von 980 Millionen Euro waren die Wirtschaftskrise und Wertberichtigungen, wie die SNCF am Mittwoch erklärte. 2007 hatte die SNCF noch mehr als eine Milliarde Euro verdient, 2008 waren es 575 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz bei der Bahn ging vergangenes Jahr um 1,2 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro zurück. 2009 sei ein „furchtbares Jahr“ gewesen, sagte ein Mitglied der Führungsriege des Unternehmens. AFP

ECKERT & ZIEGLER

Medizintechniker erhöht Dividende

Die Eckert & Ziegler AG hat vorgeschlagen, die Dividende der Aktionäre zu erhöhen. Sie soll von 0,30 auf 0,45 Euro pro Aktie klettern, wie der Vorstand des Berliner Medizintechnikers am Mittwoch erklärte. Als Konzernjahresüberschuss vor Sondereffekten werden 7,4 Millionen Euro erwartet. Tsp

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