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DAIMLER

Operativ schwarze Zahlen

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres operativ schwarze Zahlen geschrieben. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) inklusive Sondereffekten kletterte nach vorläufigen Zahlen auf plus 1,2 Milliarden Euro nach minus 1,4 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten 2009, wie der Konzern am Montag mitteilte. Der Konzernumsatz beläuft sich im ersten Quartal auf vorläufig 21,2 Milliarden Euro. Wegen steigender Nachfrage nach Lastwagen in Europa und Brasilien beendet der Lkw-Bauer Daimler in zwei Werken die Kurzarbeit früher als geplant. In der Montage in Wörth und in der Getriebeproduktion in Gaggenau laufe die Kurzarbeit Ende Mai aus und damit einen Monat früher als vorgesehen. In den Werken Mannheim und Kassel läuft die Regelung bis Ende Juni. dpa, rtr

HENKEL

Konzern sieht sich gut gerüstet

Mit dem Aufstieg zum weltgrößten Hersteller von Klebstoffen und einem eisernen Sparkurs sieht sich Henkel bestens für den Konjunkturaufschwung aufgestellt. „Wir gehen gestärkt aus der Rezession hervor“, sagte Vorstandschef Kasper Rorsted am Montag auf der Hauptversammlung in Düsseldorf vor etwa 2000 Aktionären. Der Konzern werde in diesem Jahr seine Profitabilität deutlich erhöhen und die Schulden weiter abbauen. Größere Zukäufe seien derzeit nicht geplant. Die Kräfte würden noch mehr auf die großen Marken des Konzerns konzentriert. Das erweiterte Klebstoffgeschäft um Pritt und Pattex biete erhebliches Wachstumspotenzial. Für alle drei Sparten Klebstoffe, Waschmittel und Kosmetik sei der Jahresauftakt erfolgreich gewesen, erklärte der Konzernchef. dpa

TOYOTA

Autobauer zahlt Rekordstrafe

Toyota ist wegen der defekten Gaspedale in den USA zur Zahlung einer Rekordstrafe bereit. Der Konzern werde 16,4 Millionen Dollar an den Staat zahlen, teilte der japanische Autobauer am Montag mit. Er wies zugleich aber den Vorwurf zurück, einen Sicherheitsdefekt verheimlicht zu haben. Durch die Zahlung der Höchststrafe wolle der Konzern einen langwierigen Streit und ein drohendes Gerichtsverfahren verhindern, erklärte Toyota. Laut Verkehrsministerium könnten auf den Autobauer aber weiterhin Klagen im Zusammenhang mit anderen Sicherheitsproblemen zukommen. Toyota musste mehr als 8,5 Millionen Pkw nicht nur wegen der Gaspedale, sondern auch wegen rutschender Fußmatten und defekter Bremsen zurückrufen. rtr

CITIGROUP

US-Bank überrascht mit Ergebnis

Die US-Großbank Citigroup ist überraschend deutlich in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Das ehemals weltgrößte Bankinstitut legte am Montag fürs erste Quartal einen Überschuss von 4,4 Milliarden Dollar vor. Erwartet worden war eine schwarze Null. Im letzten Quartal 2009 hatte die Citigroup noch einen Verlust von 7,6 Milliarden Dollar gemeldet. Die Einnahmen beliefen sich zum Jahresauftakt auf 25,4 Milliarden Dollar und waren damit etwa fünf Milliarden Dollar höher als von Analysten prognostiziert. Das Institut bleibe dennoch vorsichtig, erklärte die heute drittgrößte Bank der USA. Das wirtschaftliche Umfeld sei unsicher und die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch. rtr

BAYER

Millionen für Reisfarmer

Bayer CropScience ist in den USA zur Zahlung von insgesamt fast 50 Millionen Dollar Schadenersatz an Reisfarmer verurteilt worden. Eine Geschworenen-Jury eines Gerichts in Arkansas habe am vergangenen Donnerstag 14 Reisfarmern eine Entschädigung von knapp 6 Millionen Dollar plus 42 Millionen Dollar Strafschadenersatz zugesprochen, teilte das Tochterunternehmen des Bayer-Konzerns am Montag mit. Das Unternehmen kündigte zugleich an, alle juristischen Mittel einzusetzen, um diese Entscheidung zu revidieren. Die Reisfarmer hatten Einbußen geltend gemacht, nachdem 2006 Spuren von gentechnisch verändertem Reis einer Bayer-Tochter in der Langkornreisernte entdeckt wurden und anschließend einige Länder Importbeschränkungen für US-Langkornreis verhängt hatten. dpa

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