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MAN

Manager gesteht Korruption

Im ersten Prozess um den Schmiergeldskandal beim Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN hat ein ehemaliger Top-Manager ein Geständnis abgelegt. Er habe 2004 die Zahlung von neun Millionen Euro veranlasst, um an einen Großauftrag in Kasachstan zu kommen, sagte der 66-Jährige Heinz Jürgen M., der bis 2007 an der Spitze der damaligen Sparte MAN Turbo stand, am Mittwoch vor dem Landgericht München. Die Summe habe der Kunde als „Markteintrittsgebühr“ von MAN verlangt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ex-Manager Bestechung ausländischer Amtsträger vor. Die Schmiergeldaffäre bei dem Dax-Konzern hatte 2009 fast die gesamte Führungsspitze die Posten gekostet. dpa

DEUTSCHE BAHN

Aufsichtsrat entwirrt Gütergeschäft

Die Deutsche Bahn und die französische Staatsbahn SNCF lösen nach Tagesspiegel-Informationen ihre wechselseitigen Beteiligungen im Güterverkehr. Die Bahn bekommt von der SNCF die 20-Prozent- Beteiligung an der spanischen Güterbahn Transfesa überschrieben, an der sie bereits 55 Prozent hält. Dafür überlassen die Deutschen den Franzosen ihre zehn Prozent am französischen Betreiber STVA, der mehrheitlich der SNCF gehört. Dies beschloss der Bahn-Aufsichtsrat am Mittwoch. Geld ist bei dem Geschäft nicht geflossen. Ein Bahn-Sprecher wollte dazu nichts sagen. brö

KARSTADT

Mieten werden weiter verhandelt

Im Streit um die Karstadt-Mieten wollen sich Vertreter des designierten Karstadt- Eigentümers Berggruen und des Hauptvermieters Highstreet zu weiteren Gesprächen treffen. Das wurde aus Verhandlungskreisen bekannt. Ein Treffen Anfang vergangener Woche war ohne Ergebnis geblieben. Der Kaufvertrag für Karstadt wird nur rechtskräftig, wenn eine Einigung mit Highstreet zustande kommt. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) drängt auf eine schnelle Lösung. Sie setze sich dafür ein, dass ernsthaft verhandelt werde, sagte ein Ministeriumssprecher. Neben den Arbeitsplätzen der 25 000 Karstadt-Beschäftigten seien weitere 30 000 Stellen bei Zulieferern bedroht. dpa

BASF

Erwartungen an Cognis liegen hoch

Die Übernahme des Spezialanbieters Cognis soll sich für BASF schon in zwei Jahren auszahlen. Das betonte am Mittwoch BASF-Chef Jürgen Hambrecht nach Bekanntgabe der Transaktion. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF übernimmt den deutlich kleineren Wettbewerber für 3,1 Milliarden Euro inklusive Schulden und Pensionsverpflichtungen. Die bisherigen Cognis-Eigentümer, die Beteiligungsgesellschaften Permira, Goldman Sachs und SV Life Sciences, erhalten 700 Millionen Euro. Cognis liefert Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie. BASF steigt dank Cognis von Platz drei zur Nummer eins bei Inhaltsstoffen für die Kosmetikindustrie auf. Die jährlichen Synergieeffekte werden auf 130 Millionen Euro geschätzt.HB

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