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NOKIA SIEMENS NETWORKS

Interesse an Motorola-Sparte

Der Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will einem Zeitungsbericht zufolge die Ausrüster-Sparte des US-Konzerns Motorola kaufen. NSN wolle dafür zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Dollar (bis zu einer Milliarde Euro) zahlen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch. Ein Unternehmenssprecher in Helsinki weigerte sich, „Gerüchte oder Spekulationen zu kommentieren“. Motorola hatte Anfang Juli angekündigt, es wolle sich zu Beginn des kommenden Jahres von seiner Sparte Mobilfunkausrüstung trennen. Auch der schwedische Ausrüster Ericsson wird als Interessent genannt. AFP

SÜDZUCKER

Mehr exportiert und mehr verdient

Steigende Zuckerexporte haben Südzucker das erste Quartal versüßt. Europas größter Zuckerproduzent erhöhte seinen Gewinn im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig von 48 Millionen auf 72 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg von 88 Millionen auf 149 Millionen Euro, der Umsatz um knapp neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro, wie Südzucker am Mittwoch mitteilte. Der Konzern hatte Ende Juni bereits erste Eckdaten vorgelegt. Auch die anderen Sparten des Mannheimer Konzerns verbesserten den Angaben zufolge ihr Ergebnis. Das Unternehmen stellt neben Zucker auch Stärke, Fruchtsaftkonzentrate oder Tiefkühlpizza her. dpa

COMCAST

EU genehmigt NBC-Übernahme

Die EU-Wettbewerbsbehörden haben den Verkauf eines Mehrheitsanteils der GE-Tochter NBC Universal an den US-Kabelnetzbetreiber Comcast genehmigt. Die Transaktion werde den Wettbewerb in Europa nicht erheblich behindern, teilte die EU-Kommission am Mittwoch nach der Prüfung des Geschäfts mit. Der größte Kabelnetzbetreiber der USA will einen Anteil von 51 Prozent an NBC übernehmen und dafür 6,5 Milliarden Dollar, seine eigenen Kabelnetze sowie weitere Unternehmensteile bereitstellen. Der US-Mischkonzern General Electric behält die übrigen 49 Prozent. dpa

YAMAHA

Elektro-Roller ab Herbst

Der Motorradhersteller Yamaha will in den Markt für Elektro-Roller zurückkehren. Yamaha starte im September in seinem Heimatland Japan den Verkauf eines rein stromgetriebenen Rollers als Fahrzeug für den Stadtverkehr, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Der Roller werde umgerechnet rund 2600 Euro kosten und eine Reichweite von 43 Kilometern haben. Ab 2011 solle der E-Roller auch nach Europa geliefert werden, teilte Yamaha mit. Ein wichtiger Markt für den Konzern sei daneben China, dem bereits größten Markt für Elektrozweiräder weltweit. Yamaha wolle weltweiter Marktführer bei Elektro-Rollern werden. AFP

ALNO

Küchenhersteller streicht 150 Jobs

Der seit Jahren Verluste schreibende Küchenhersteller Alno will weitere 150 Stellen streichen. Die Unterauslastung des Werks Pfullendorf lasse sich auch mit der Anfang März 2010 gestarteten Kurzarbeit nicht ausreichend kompensieren, begründete der Vorstand den erneuten Stellenabbau. „Kurzarbeit kann keine Dauerlösung sein“, sagte Vorstandschef Jörg Deisel. Mit dem Betriebsrat werde über sozialverträgliche Lösungen wie freiwilliges Ausscheiden und den Wechsel in eine Beschäftigungsgesellschaft verhandelt. In den vergangenen Jahren hat Alno deutliche Umsatzeinbußen verzeichnet und die Belegschaft bereits deutlich ausgedünnt. Zuletzt arbeiteten noch 1900 Beschäftigte bei dem Unternehmen. rtr

CTS EVENTIM

Heftiger Streit mit US-Lizenzpartner

Zwischen dem Ticketvermarkter CTS Eventim und seinem US-Lizenzpartner Live Nation fliegen die Fetzen. Das Münchener Unternehmen kündigte Schadenersatzforderungen gegen Live Nation an, nachdem die Amerikaner das Lizenzabkommen gekündigt hatten. Eventim stellt seit Ende 2007 dem US-Ticketvermarkter eine Softwareplattform zur Abwicklung von Eintrittskartenbestellungen zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichtete sich Live Nation, seinen Vertrieb in Kontinentaleuropa und Großbritannien über die Münchener abzuwickeln. Seit Live Nation mit der britischen Ticketmaster fusioniert hat, wirft Eventim den Amerikanern Vertragsverletzungen vor. dpa

TUI

Streit gegen Babcock gewonnen

Das Tourismus- und Schifffahrtsunternehmen Tui hat einen Rechtsstreit um 171 Millionen Euro gegen den pleitegegangenen Maschinenbauer Babcock Borsig gewonnen. Das Frankfurter Oberlandesgericht wies die Klage des Insolvenzverwalters von Babcock Borsig ab, bestätigte ein Tui-Sprecher am Mittwoch eine Mitteilung der Tui-Rechtsanwaltskanzlei. Tui hatte 1999 – damals noch unter dem Namen Preussag – mehrere Beteiligungen unter anderem an Werften an Babcock abgegeben. In dem Rechtsstreit erklärte der Insolvenzverwalter nun, dass die Anteile nur gut die Hälfte des veranschlagten Werts gehabt hätten. dpa

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