UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

HENKEL

Aufschwung von Pattex gehalten

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat dank guter Geschäfte mit Waschmitteln, Kosmetika und Klebstoffen seinen Quartalsgewinn fast verdoppelt. Vorstandschef Kasper Rorsted hob daraufhin erneut die Jahresziele an. „Wir werden das beste Jahr in der Geschichte von Henkel haben“, kündigte Rorsted am Mittwoch an. Vor allem das Geschäft mit der Industrie sowie mit Klebstoffen wie Pattex, Loctite und Pritt wächst in der anspringenden Konjunktur. Aber auch bei Kosmetika konnte Henkel Konkurrenten Marktanteile abjagen. Für das laufende Jahr geht Rorsted daher nun davon aus, dass das bereinigte Ebit und das Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) um „mehr als 25 Prozent“ zulegen werden. rtr

ADIDAS

Sportkonzern lässt Krise hinter sich

Adidas hat nach erfolgreichem WM-Geschäft zu alter Stärke gefunden – und will mit einem Jahresgewinn von über einer halben Milliarde Euro die Krise hinter sich lassen. Adidas-Chef Herbert Hainer rechnet für 2010 nun mit einem Gewinn zwischen 520 und 550 Millionen Euro. Er korrigierte damit am Mittwoch seine bisherige Prognose nach oben. Der im Vorjahr auf 10,4 Milliarden Euro geschrumpfte Umsatz soll zwischen drei und sieben Prozent wachsen. Im ersten Halbjahr hätten neben dem Umsatzschub zur Fußball-WM auch geringere Kosten, deutlich gestiegene Einzelhandelsumsätze und ein verbessertes Finanzergebnis zum guten Ergebnis beigetragen. dpa

SIEMENS

Konzern einigt sich mit IT-Sparte

Siemens hat sich beim geplanten Ausstieg aus der schwächelnden IT-Sparte SIS und dem damit verbundenen Abbau von 2000 Stellen in Deutschland mit den Arbeitnehmervertretern auf Details geeinigt. Es sei ein Interessenausgleich gefunden worden, dem nächste Woche nur noch der Siemens-Gesamtbetriebsrat zustimmen müsse, teilte der Technologiekonzern am Mittwoch in München mit. Betriebsbedingte Kündigungen sollten vermieden werden. Alle Mitarbeiter, die in die künftig selbstständige SIS übergehen, haben einen dreijährigen Kündigungsschutz. rtr

SWATCH

Schweizer peilen Rekordumsatz an
Für den weltgrößten Uhrenhersteller Swatch verblasst die Erinnerung an das Krisenjahr 2009 mithilfe neuer Verkaufsrekorde zusehends. Mit einem Umsatzanstieg um 22 Prozent auf 3,03 Milliarden Franken (2,2 Milliarden Euro) überschritt der Schweizer Uhrenkonzern im ersten Halbjahr 2010 erstmals in einem Eröffnungshalbjahr die Marke von drei Milliarden Franken. Der Gewinn kletterte um 55 Prozent auf 465 Millionen Franken. Und auch für das Gesamtjahr machte Unternehmenschef Nick Hayek Hoffnungen. „Wir sehen keine Anzeichen und keinen Grund, warum wir 2010 kein Rekordjahr für Umsatz und Gewinn erreichen sollten“, sagte der Manager.rtr

HOLTZBRINCK

EU billigt Projekt mit Bertelsmann

Die EU-Kommission hat den Medienkonzernen Bertelsmann und Holtzbrinck grünes Licht für ein Joint Venture im Bereich digitaler Bücher gegeben. Das Ziel sei, gemeinsam eine Online-Vertriebsplattform für deutschsprachige E-Books aufzubauen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die Wettbewerbshüter hatten keine Bedenken und winkten den Antrag im vereinfachten Verfahren durch. Das Joint-Venture namens Premium Vertriebs GmbH werde im Buchvertrieb mit Schwerpunkt auf digitalen Verlagsprodukten aktiv sein. dpa

RATIOPHARM

Übernahme genehmigt

Die EU-Kommission hat die Übernahme des Pharmaherstellers Ratiopharm durch den israelischen Konzern Teva genehmigt – unter Auflagen. Der weltgrößte Hersteller von Nachahmermedikamenten, sogenannter Generika, muss die Geschäfte mit 15 Medikamenten in den Niederlanden und einem Arzneimittel in Ungarn verkaufen, wie die Kommission in Brüssel entschied. Mit den Auflagen wollen die Wettbewerbshüter dafür sorgen, dass das neue Unternehmen keine zu starke Marktposition bekommt und keine Konkurrenten vom Markt verdrängt. Der Verkaufspreis für das Unternehmen Ratiopharm lag inklusive Schulden bei mehr als 3,6 Milliarden Euro. dpa

INTEL

Chiphersteller lenkt ein

Die US-Wettbewerbshüter haben den weltgrößten Chiphersteller Intel in seine Schranken gewiesen. In einem Vergleich mit der Handelskommission FTC erklärte sich Intel zu Zugeständnissen gegenüber seinen Konkurrenten bereit. Sie bekommen verstärkten Zugang zu den Technologien des Marktführers; Beschränkungen fallen weg. Dafür kommt der Konzern um eine Geldstrafe herum. Intel habe seine herausragende Stellung im Prozessorenmarkt ausgenutzt, um die Konkurrenten klein zu halten, erklärte der FTC-Vorsitzende Jon Leibowitz am Mittwoch in Washington. dpa

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